RYA Offshore Championship

 

Powerboating in Großbritannien

In Großbritannien wird der Bootsport sowohl innerhalb des Landes, bei den sog.
Circuit-Rennen, als auch an der Küste bei den Offshore-Rennen betrieben. Federführend bei allen Rennen ist die Royal Yachting Association, eine Vereinigung ähnlich unseres DMYV und des DSV zusammengenommen.

Die Briten unterscheiden bei ihren Offshore Rennen 3 versch. Varianten. Zum einen sind das die Rennen um die nationalen und internationale Meisterschaften und zum anderen die sog. “Basic Events”. Basic´s sind Rennen ohne Meisterschaftscharakter, d.h. rein regionale Wettbewerbe ohne Punktvergabe für die Nationalen und Internationalen Meisterschaften.

Offshore Rennen in Großbritannien
Die Premier Crew ist ein Vertreter der Endurance Wettbewerbe
Neben den div. internationalen Klassen wie die
Formelklassen und die Endurance Wettbewerbe, sowie diversen Offshore Klassen wie Class 1, Class 3, ProVee, V-24 fahren die Briten auch einige nationale Rennklassen wie die One-Design Klassen Honda 130 PS und 225 PS, den ZapCats (auf den Kanalinseln Thunderducks genannt).





Ein typischer Vertreter bei den Endurance Wettbewerben - die “Premier Crew”

Dazu kommen die verschiedenen restlichen Offshore Rennklassen. Allen voran starten die Offshore Circuit Racing (OCR) Klassen A, B und C bei internationalen, nationalen Rennen und den Basic´s.
Die C 56 - It wasnt us
Für die Class A waren Boote mit einer Mindestlänge von 5,465m und einem Hubraum bis 2,05 Liter zugelassen. In der Class B durften Boote mit einer Länge ab 4,87m und max. Hubraum von 1,8 Liter starten und die Class C mit Booten ab 4,72 m und einem Hubraum bis 1,35 Litern.

Ab dem Jahr 2003 wurden die OCR Klassen neu eingeteilt. Sie fahren nun gemeinsam in den Klassen der RiB´s um Punkte für die nationale Meisterschaft.



Sehr populär sind auch die RIB´s, die Rigid Inflatable Boats. Das sind Schlauchboote mit einem starren/festen Bodenteil. In 4 Klassen starten die RIB´s vor allem bei nationalen Rennen und den Basic´s.

Ein typisches RiB der F1 Klasse - die R21 GraffitiDie RIB F1 Boote sind zwischen 8,5m und 9m lang. Angetrieben werden sie von 2 Mercury XS 200 Außenbordern, die jeweils 200 PS liefern. Die Geschwindigkeit der F1 liegt bei 75 – 85 mp/h. Die Klasse ist hart umkämpft und nichts für schwache Nerven.







Ein typisches RiB der F1 Klasse -
die R21 Graffiti

Die mit einem Innenboarder ausgerüsteten RIB F2 Boote beginnen bei 6,5m Länge. In der Regel werden aber 8m und längere Schlauchboote eingesetzt. Bei den Innenboarder kommt der Mercury Promax 150 oder die schwereren Dieselmaschinen mit bis zu 320 PS zum Einsatz. In dieser Klasse starten die meistens RIB´s.

Die kleinste RIB Klasse sind die RIB F3. Die Mindestlänge ist hier 5,6m. Als Antrieb dienen 90 – 115 PS starke Außenborder. Da in dieser Klasse die Teilnehmerzahl mehr und mehr sinkt, wird überlegt, ob die F3 nur noch bei den Basic´s starten dürfen. Die Formula Open ist, wie der Name schon sagt, Open. Hier starten alle möglichen Größen mit Dieselmotoren bis zu 925 PS oder konventionelle 2-Takt Außenborder mit bis zu 500 PS.

Circuit Rennen in Großbritannien

Für die Circuit Rennen im Binnenland fahren die Engländer fast identische Klassen wie in Deutschland. Allerdings sind die Formelklassen auf der Insel wesentlich populärer als bei uns. So stellen die Briten einige gute Piloten in der Formel 1, 2 und 3. In den Formelklassen 4 (oder auch S 850) und 2 (national NS 2000 genannt) finden nationale Rennen statt. Am populärsten dürften die Rennen der OSY 400 sein. Die T 850 (Einrumpfboote mit 850 ccm Außenborder), R1, R Infinity und die Junior Klasse J 250 sowie die O-Klassen 125, 250, 350, 500 und 700 runden die Bootsklassen für Circuitrennen ab.

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