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Gibraltar Powerboat Festival 2002
Vom 2.10. – 06.10.02 erreicht die nationale britische Powerboatmeisterschaft ihren Höhepunkt. 50 Teams aus ganz Großbritannien treten beim Powerboat Festival 2002 in Gibraltar gegeneinander an.
Die Teams haben sich in den 5 vorausgegangenen Grand Prix in Torquay, Ramsgate, Exmouth, Poole und Cowes für das Finale in Gibraltar qualifiziert. Das Festival in Gibraltar verspricht wieder spannende Rennen in den Offshore Klassen, der Ribs Touring Class und Aquabike – Veranstaltungen.
In den 3 Offshore Rennklassen (OCR) dürften die spannendsten Rennen stattfinden. In der Class A (2 Liter) führt zurzeit Richard White und Mark Keighley mit der “A2 Attitude”. Die “A3 Lerch Bates Associates” von Graham Hastings und Tony Burnell liegen direkt dahinter und üben Druck auf die Führenden aus. White und Keighley bräuchten in jedem Rennen einen 3. Platz um den Titel zu holen. Hastings und Burnell dagegen würde nur Punkten wenn die beiden nur einen 5. Platz oder mehr erreichen. Gavin Hanks und Ersatzmann Ian Stirling (der reguläre Co verletzte sich in Ramsgate) haben in der “A68 Glendale Products” den 3. Gesamtrang sicher. Sie würden ihren Platz nur noch abgeben müssen, wenn die 4. platzierten jedes Rennen gewinnen würden und sie selber jedesmal ausfallen.
In der Class B (1800 ccm) wird der Titelkampf zwischen 3 Booten ausgetragen. Die “B7 Vital Spark” von John Young und John Bradshaw führt die Tabelle mit 3440 Punkten vor der “B25 Artiss Racing” von Phill Artiss und Fiona Bevis mit 3208 Punkten an. Als Dritte im Bunde kommen Stuart Atlee und Matt Williams mit der “B87 Emirates” und 3120 Punkten dazu. Atlee und Williams haben bereits die letzten 3 Rennen gewonnen und wenn sie die Form beibehalten könnten sie auch die Meisterschaft gewinnen.
In der PS – schwächeren Class C ist der Titel bereits an die Damencrew der “C82 Emirates” vergeben. Julie Lewis und Teena Mitchell haben während der Saison eine hervorragenden Leistung gezeigt. Sie wurden aber von den Newcomer John Bunyan und Matt Humby in der “C6 Honest” gut unter Druck gesetzt. Den Titel hätte Paul Hastings in der “C50 Lerch Bates Associates” sicher gehabt wenn da nicht die Disqualifikation in einer der ersten Runde gewesen wäre. Während der ganzen Saison war Hastings ebenfalls auf der Suche nach einem geeigneten Copilot.
Die Class 3 und RIB F3 wird von Richard Strawford und seiner Tocher Danielle in dem RIB “R13 Retribution” angeführt. Dicht gefolgt von Vater und Sohn Duo Mel und Andy Wilby in der “R11 Cardinal Sin”. Die beiden Schlauchboote sind für das rauhe Gewässer eher gerüstet als die “B73 Offshore Investment” von Gerry Whittle und Matt Francais auf dem 3. Platz.
In der Class 3 2-Liter führen Terry Mills und Mark Brigdes in ihrem Batboat “C56 It wasn´t us”. Die beiden werden dicht bedrängt von Chris Bryant und Mark Brewster in der “C12 Marineonline”.com”. Chancen auf einen 2. Platz in der Meisterschaft haben auch noch Bob Lewthwaite und Val Byrant in der “C24 Wave Slave”.
In der Class 3 4-Liter haben Max Walker und Mick Spong in der “D8 Batboat.com” eine fabelhafte Saison hinter sich gebracht. Mit 3 Gesamtsiegen haben sie die Meisterschaft schon in der Tasche. Der Kampf um Platz 2 und 3 ist dagegen für alle Boote noch offen. Ob Cliff Smith und Howard Stanley in Gibraltar teilnehmen, steht noch nicht fest. Sie versuchen die “D70 Tub Humping” nach einem 3-fach Überschlag in Littlehampton wieder flott zu bekommen.
In den Schlauchbootklassen RIB F1, RIB F2 und der offenen Klasse sieht es ähnlich aus. Die F1 wird von den amtierenden britischen Meistern Stuart Anthony und Charles Williams-Hawks wie im vergangenen Jahr angeführt. Mit ihrem Revenger 29 RIB “R21 Graffiti” holten sie sich 4 Gesamtsiege und einen 2. Platz.
Die 2 x 200PS Mercury Außenborder brachten das Boot mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 70 mph auf einen 3. Gesamtplatz des 220 Meilen langen Cowes/Torquay/Cowes Rennens. Auf Platz 2 der Meisterschaft liegt die einzige Dame der Klasse, Jackie Hunt und Co Mike Shelton in der “R5 Extremeboat.com”. Ebenfalls ein Anwärter auf die Spitze ist ein neues Schlauchboot von Mark Pascoe, die “R69” von Jamie Edwards. In Torquay erreichte Edwards mit dem Boot Geschwindigkeiten über 100 mph.
In der F2 führt John Puddifoot, der Mann für Powerboatrennen bei der RYA, und Dave Fields in der “R6 Dragons Revenge”, ebenfalls ein Revenger 29 Boot. Nach einem Sieg und zwei 2. Plätzen liegen sie mit 218 Punkten vor Gareth Williams und Gavin Brown in der “R22 Comfortably Numb”. Beide Boote sind mit einem 320 PS starken Diesel-Inboarder angetrieben und für schweres Wetter ausreichend gerüstet. Die Meisterschaft in der F2 ist damit noch völlig offen. Auf etwas ruhigere Bedingungen hoffen Paul Williams und Mark Sansom in dem von Ocke Mannerfelt designeten und einem Mercury XR2 Außenborder angetriebenen RIB “R4 Windex”.
In der offenene RIB Klasse hatten Dave und Mike Deacon die ganze Saison mit dem 10m Scorpion Schlauchboot “R2 Hot Lemon” dominiert. Mit 4 Siegen und einem neuen Geschwindigkeitsrekord “Round Britain” ist dem von 2 320 PS Innenborderdieseln angetriebenen Boot die Meisterschaft noch von Chris Strickland und Darrell Elmes und ihrer “R80 Seahound”, ebenfalls ein Scorpion Boot, und der 450 PS starken “R8 Ocean Dragon” von Martin Lai und Guy Child zu nehmen.
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