Honda 4-Stroke 2004

 

Die Honda Formula 4-Stroke Serie blickt erfolgreiches 2004

17.11.04

Auch in ihrer sechsten Saison hat die Honda Formula 4-Stroke Serie nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Unaufhaltsam entwickelt sich die One-Design Serie zu einem Publikumsmagneten. Mit noch mehr Action, mehr Teilnehmern, fantastischen neuen Veranstaltungsorten und eine noch größeren Medien Unterstützung erlebte die Honda Formula 4-Stroke Serie ihre bisher erfolgreichste Saison.

Grand Prix of Guernsey

Die Rekord-Saison startete im April auf der Kanalinsel Guernsey. Dort wurde die Ankunft der zwölf 225HP und achtzehn 150HP Boote begeistert gefeiert. War es doch das erste Mal seit über 12 Jahren Abstinenz, das wieder ein Powerboat Rennen auf der Insel abgehalten wurde. Weder das Wetter noch das Rennen enttäuschte die zahlreichen Zuschauer.
Pech beim Auftakt - die Pole Position


Die Neulinge Clive und Tim Coote erlebte in ihrer 150HP „Pole Position“ einen unvergesslichen Start in ihre allererste Saison. Clive Coote wurde bereits in der Startrunde des Auftakt Grand Prix aus dem Boot geschleudert. Im zweiten Rennen waren sie dann fest entschlossen, das Ergebnis aus Runde eins grundlegend zu ändern. Mit Erfolg, denn sie landete als Dritte auf dem Podium. Das Ehepaar Stella und Paul Charman hatte in ihrer 150HP “Alan Day Honda” ebenfalls gemischtes Glück. Sie siegten zwar im zweiten Rennen, wurden dann aber aufgrund der ausgelassenen erforderlichen „Pit Lap“ mit einer Zeitstrafe belegt und rutschten auf den zwölften Platz ab.

Ein denkwürdiges Wochenende hatten noch zwei weitere Teams. Beim Samstagsrennnen gewannen die „Rookies of the Year 2003“, Peter Kingsbury und Navigator Guy Elliot gewannen mit der 150HP „Alsford Timber“ ihren ersten Honda Formula 4-Stroke Grand Prix und wiederholten am Sonntag das Kunststück gleich noch einmal. Ebenfalls mit einem Doppelsieg starteten die Champions 2001, 2002 und 2003, James Sheppard und Neil Sinclair, mit ihrer 225HP „King of Shaves“ souverän in die neue Saison.

Scottish Grand Prix, Largs

Shelley Jory und Debra France in der Raymarine
Im Mai zogen die Honda 4-Strokes dann ins schottische Largs. Der beliebte Scottish Grand Prix fand bereits zum dritten Mal in Folge statt. Als Kontrastprogramm zum sonnigen Guernsey, konfrontierte Schottland die Teilnehmer mit Regen, Wind und schlechter Sicht. Die Bedingungen schienen für das einzige Damenteam im Feld, Shelley Jory und Debra France in der „Raymarine“, zu arbeiten. In ihrem insgesamt dritten Formula 4-Stroke 225HP Rennen fuhr das aus der V24-Klasse kommende Duo auf´s Treppchen. Der Sieg war allerdings auch hart erkämpft. Mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur einer Sekunde ging die „Raymarine“ vor der „Warmup“ von Jack Glendinning und Simon Bucknall über die Ziellinie. Die beiden Boote lagen so dicht beeinander, das sie nach der Zielflagge gleich zweimal zusammenstießen und die “Warmup” gerade so eine Seitwärtsrolle verhindern konnte.

Die Favoriten in der „King of Shaves“ erlitten ihren ersten Ausfall in den vier Jahren in der Honda Serie. Das Boot begann bereits kurz nach dem Start zu sinken. Doch beim Sonntagrennen waren sie wieder obenauf und gewannen vor der „Raymarine“. In der 150HP Klasse starteten Alan Young und Ian Bull mit der „Alien“ zum ersten Mal. Die Rennen in Guernsey hatten sie ausgelassen. Ihre Rückkehr in die 150HP Klasse feierte die „Alien“ mit einem Doppelsieg. Damit war ein heißer Kampf um den Titel in der 150HP Klasse entbrannt.

Welsh Grand Prix, Swansea

Brandneu im Kalender der 4-Strokes war Swansea. Bei den beiden Rennen zur Mitte der Saison sollte auch das 50ste Honda Formula 4-Stroke Rennen gefeiert werden Das Rennen rückte näher und mußte dann wegen Sturm und rauer See abgesagt werden. Doch die Party startete wie geplant und das Jubiläums-Rennen startete einen Tag später als erwartet am 27.06.04.
Die Claygate sah sich in Swansea überraschend weit vorneInmitten der rauen See und grauenvollen Rennbedingungen wurde die gesamte Tabelle der 225HP Meisterschaft dann gründlich von einem unerwarteten Ergebnis durcheinandergewirbelt. Rob Lister und Will Nocker kamen mit der „BAR“ als erste über die Ziellinie, dicht gefolgt von Miles Dobson und Simon Roberts in der „Accucard“. Wie auch immer, beide Teams hatten eine Boje in der ersten Runde ausgelassen und das Rookie Team „Negotiator“, Gavin Parsonage und Nathan Libby, und die „Claygate“ von Mel Streek und Martin Marsh waren plötzlich auf Platz eins und zwei. Swansea wurde für die „King of Shaves“ ein weiteres Rennen zum Vergessen als sie erneut in der ersten Runde mit mechanischen Problemen ausfielen. Honda UK präsentierte zum Jubiläumsrennen mit der „HM Plant Honda Racing“ ein eigenes Team. Gefahren wurde das 225HP Boot von Honda UK Boss Martin Sanders und Gareth Ebenezer. Bei ihrem ersten gemeinsamen Rennen belegte das Duo einen tollen 3. Platz.

In der 150HP Klasse legten die „Alien“ einen Hattrick hin und gewann erneut. Ansonsten war das Rennen der 150HP Klassen nicht weniger ereignisreich als bei den großen 225HP Booten. Nick Warren und Brian Cooke führten in der ersten Hälfte des Rennens mit der „Accucard“. Dabei wurden sie hart von der „Alan Day Honda“ von Stella und Paul Charman bedrängt. Ein Crash der beiden sorgte dann für ein Loch in der „Accucard“ und das Ende der Führung. Die „Accucard“ sank auf den Grund der Swansea Bucht.

British Grand Prix, Plymouth

Pünktlich zu den vorletzten Rennen im Juli in Plymouth war die 150HP „Accucard“ wieder flott. Die Navigation spielte auch hier erneut einen wichtigen Part Die Alan Day von Paul und Stella Charman fuhr allen davondes Rennens. Die Top Three der 150HP Klasse fuhren unter Führung der „Alan Day Honda“ beim Samstagsrennen die verlängerte „Pit-Lap“ falsch und machten Platz für den ersten Sieg von Adam Ford und James Bill in der „Mad 4 it“. Am Sonntag machten Paul und Stella Charman in der „Alan Day Honda“ ihren Navigationsfehler von Samstag wieder wett und holten sich ihren ersten Sieg der Saison. In der 225HP Klasse sahen sich die Teams einem völlig neuen Problem gegenüber. Ein Schwarm von über 30 Delfinen hatte sich in den Plymouth Sound verirrt und sorgte am Samstag für einen Rennabruch in der achten von geplanten 13 Runden. Der Abbruch ging zugunsten des Damenteams Jory/France, die sich dadurch mit der „Raymarine“ den zweiten Sieg holen konnten.


Quelle und alle Bilder: Honda Racing UK

Am Sonntag schlug dann das Team der „King of Shaves“ mit ihrem vierten Saisonsieg zurück. Kein Glück bei ihrem Heim Grand Prix hatten Gavin Parsonage und Nathan Libby mit der „Negotiator“. Ihre Hoffnungen auf die Wiederholung ihres Sieges von Swansea verschwanden, als sie sich in der ersten Runde überschlugen.

Finals Boat Show Southampton

Das Ende der Saison nahte und die 30 Teams bereiteten sich auf das spannendste Finale vor, das es je in der Formula 4-Stroke Geschichte gegeben hat. Die Honda Klassen hielten im September zum ersten Mal ihre Rennen im Rahmen der Southampton Boat Show ab. In beiden Meisterschaften trennten gerade einmal 9 Punkte die Top-Vier Teams.
Der Abräumer der Honda Serie - die King of Shaves
In der 150HP Klasse starteten Peter Kingsbury und Guy Elliot in der „Alsford Timber“ als Tabellenführer ins Wochenende. Doch nach einem Unfall im ersten Rennen und der Disqualifikation aufgrund allzu engen Kontakts mit der „Lanz Recycling“ im zweiten Rennen, fielen sie auf den fünften Platz zurück. Ganz anders dagegen Paul und Stella Charman in der „Alan Day Honda“. Sie starteten auf Platz vier und holten sich mit zwei phänomenalen Siegen ihren ersten Meisterschaftstitel. Überhaupt schrieb Stella Charman Geschichte. Sie gewann nicht nur die beiden 150HP Rennen sondern auch beide 225HP Rennen. Letzteres als Navigatorin an der Seite von James Sheppard in der „King of Shaves“.

Für Sheppard brachten die beiden Siege genügend Punkte, um vom zweiten Platz der Meisterschaft an die Spitze vorzurücken und so seinen insgesamt 4. Titel in vier Jahren Honda Formula 4-Stroke Serie einzufahren.

Hohe Medienpräsenz und gute Aussichten

Alle Rennen der Saison wurden auch diese Saison wieder bei Channel 4 übertragen. Doch diesmal gleich in doppelter Ausführung. Channel 4 verdoppelte die Anzahl der Sendungen von 5 auf 10. Ein krönender Abschluss für eine spannende und spektakuläre Saison 2004, die zweifellos die beste Saison der Honda Formula 4-Stroke Serie bislang war. Mit mehr Booten, neuen Veranstaltungsorten und einer neuen Klasse steht der Formula 4-Stroke Serie 2005 eine weitere, großartige Saison bevor.

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