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Britische Teams bei den Worlds in Key West erfolgreich
04.12.06
Zwei der ältesten Powerboat Organisationen, die europäische U.I.M. und die amerikanische APBA geben ihre Zustimmung zu einer der spannendsten Weltmeisterschaften für Offshore Powerboats. Die Key West World Championships in Florida. Seit vielen Jahren gehören die Key Worlds zu den spektakulärsten Offshore-Powerboat-Rennen überhaupt.
Zwei britische Teams am Start in Key West
Wie in den frühen Jahren der Powerboats üblich, geht die WM in wenigen Tagen über die Bühne. Drei Rennen in einer einzigen Woche vom 08.11.06 bis zum 12.11.06 sorgen nicht nur für großartige Stimmung sondern auch für entsprechenden Streß bei den Teams. Über 40 Rennteams gingen in zwölf verschiedenen Klassen 2006 an den Start. Darunter auch zwei britische Teams. Während Chris Witty und Simon Fletscher mit der „The Player“ in der P1 ähnlichen Superboat Vee Unlimited an den Start gingen, kämpften Nigel Hook und James Sheppard mit der „Lucas Oil“ in der Super Vee um den WM-Titel.
Super Vee Unlimited Champion „The Player“ wurde dritter der WM
Einen sensationellen Einstieg als Fahrer hatte dabei der ehemalige ProVee Promoter Chris Witty. Am Steuer der „The Player“, einer Scarab 43´ mit zwei 625PS starken 8,3l Dodge Viper V10 Maschinen, gewann Witty und sein Throttleman Simon Fletscher bereits die US Superboat Vee Unlimited Meisterschaft. Jetzt folgte für das britische Team auch der Start bei der Weltmeisterschaft. Mit einem zweiten Platz und zwei dritten Plätzen langte es für das Team am Ende für eine sauberen dritten Platz in der Weltmeisterschaft.
Mit drei fehlerlosen Siegen holten sich David Knight und Mike Seebold in der werksunterstützten „Panasonic Rio Roses Fountain„ den WM-Titel in der Superboat Vee Unlimited Klasse. Die beiden Kompressor V8 von Sterling leisten jeweils rund 1550PS und damit hat die Fountain im Moment durchaus das Rüstzeug zum schnellsten V-Rumpf Boot der Welt. Die Fountain ist gut für Spitzengeschwindigkeiten von über 170 mph.
P1 Anwärter „The Player“ schloß Vorbereitungsrennen in den USA ab
Die Rennen in den USA dienten Chris Witty und seinem Team zur Erprobung der erstmalig in einem Rennboot eingesetzten Ilmor Maschinen und als Vorbereitung für die Powerboat P1 Weltmeisterschaft 2007. Witty zeigt sich mit dem Vorbereitungs-Programm in den USA sehr zufrieden. „Unser Programm in den USA verlief sehr erfolgreich,“ sagte Chris Witty. „Wir haben versucht das Boot bei allen Rennen so nah wie möglich an das Leistung/Gewicht Limit des Powerboat P1 Evolution Reglements (3,5PS/KG) zu bringen. Dabei wollten wir sehen, wie dicht wir an die 87mph Geschwindigkeitsregel herankommen können. Bei jedem der fünf Rennen kamen wir dichter an das Limit heran. Wir haben verschiedenen Propeller ausprobiert, Ballast hinzugefügt und im Boot hin und her geschoben.“
Für „The Player“ sollen noch weitere Test in den USA folgen
Die Ilmor V10 Maschinen sind wegen des Motorblocks aus Aluminium gut 200kg leichter als die Mercury V8 Maschinen. Hinzu kommen das enorme Drehmoment und das breitere nutzbare Drehzahlband der V10. Auch beim Kraftstoffverbrauch zeigen sich die Ilmor V10 genügsamer als jeder amerikanische V8 Motor. Bevor die „The Player“ nun nach Europa verschifft wird, sollen noch einige Testfahrten folgen. „Wir haben noch viel zu tun, aber ich denke dass unser Boot im Moment für einen dritten Platz gut wäre. Wir sind aber noch nicht so schnell wie die „OSG Donzi“, die „Kerakoll“ oder die alte „Wettpunkt.com,“ erklärte Chris Witty. „Die erreichen alle die 105 Meilen Marke. Da fehlt es bei uns noch an der Endgeschwindigkeit.“
Erster WM Titel für Nigel Hook in der „Lucas Oil“
Sehr gut lief es auch für das zweite britische Team bei den Worlds in Key West. Nigel Hook hatte während der gesamten Saison erfolglos versucht, der aus Frankreich stammende Konkurrenz, Serge Allegre und Michel Karsenti in der „Yachts Fountain“, den nationalen Titel in der Klasse Super Vee streitig zu machen. Bei der WM in Key West konnte der in den USA lebende gebürtige Brite Hook jetzt zurückschlagen. Mit zwei Siegen und einem zweiten Platz verwies die „Lucas Oil“ die Franzosen auf den zweiten Platz. Für den in San Diego/USA lebenden Hook ist es nach fünfzehn Jahren Offshore - Rennen der erste WM-Titel.
Dabei hatte Nigel Hook erst kurz vor der WM vom Fahrerplatz in die Rolle des Throttlemans gewechselt und das Steuerrad der „Lucas Oil“ dem britischen Senkrechtstarter James Sheppard in die Hand gedrückt. Eine ideale Entscheidung wie sich später herausstellte.
Formula Honda Champion Sheppard sorgte für hohe Speed in den Turns
Obwohl die „Lucas Oil“ auf den Geraden etwas langsamer als die Konkurrenz war, war Driver Sheppard in der Lage, die Turns mit einer wesentlicher höherer Geschwindigkeit zu verlassen und so nach und nach einen Vorsprung herausfahren. Eine Fähigkeit, die Sheppard in seiner Zeit bei der One Design Honda Serie in Großbritannien, wo er sich mit mehreren Titeln einen Namen gemacht hatte, gelernt hat. Etwas, wo es bei anderen, die nicht über eine dieser hart umkämpften kleinen Klassen gegangen sind, offensichtlich noch fehlt. Für die US Champions in der „Yachts Fountain“ kam diese Erkenntnis sicherlich überraschend. Waren Karsenti und Allegre doch mit fünf Siegen in Folge bei den nationalen Meisterschaften nach Key West gekommen und sich ihrer Sache ziemlich sicher, als sie sich plötzlich mit einem wesentlich schnelleren Team konfrontiert sahen.
Mit der „The Player“ scheint ein äußerst harter Konkurrent für die P1 Evolution Kategorie im nächsten heranzuwachsen. Witty und Fletscher haben sich als Team erwiesen, das in der kommenden Saison die italienische Vorherrschaft sicherlich durchbrechen wird. Auch Class 1 Newcomer James Sheppard empfiehlt sich mit dem WM-Titel als Driver der Zukunft. Wer weiß, vielleicht tritt er irgendwann einmal die Nachfolge von seinem Landsmann Steve Curtis an.
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