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ProVee Serie vorläufig auf Eis gelegt
03.08.06
Am Ende waren es nur zwei Teams, die sich dazu entschlossen hatten am U.I.M. ProVee European Cup 2006 teilzunehmen. Viel zu wenig und der Promoter und die ProVee Working Group waren gezwungen, den geplanten, spektakulären Rennkalender aufgrund der Interessenlosigkeit der Teams abzusagen.
Nach dem Start mit zwei Booten steigerte sich die ProVee auf zwölf Boote
„Das ist eine sehr traurige Situation,“ sagte ProVee Promoter Chris Witty, der seit 2000 unermüdlich daran gearbeitet hatte, eine erfolgreiche Serie aufzubauen, die als Sprungbrett für diejenige gedacht war, die in die Class 1 aufsteigen wollten. „Wir haben 2000 mit zwei Booten im norwegischen Tvedestrand angefangen und konnten bis auf zwölf Boote 2004 im belgischen Blangenberge aufbauen,“ erinnerte sich Witty. „Der Bruch begann, als uns 2004 ein paar Fahrer dazu zwangen, das finale Rennen der Serie abzusagen. Ich konnte kaum glauben, das solch ein Bestreben ernst gemeint war, doch am Ende läutete es den Untergang der Serie ein.“
Schon im vergangenen Jahr musste die Serie auf gerade mal vier Rennen gekürzt werden. Es waren je zwei Rennen in Bodoe und Arendal, beides norwegische Veranstaltungsorte. Aufgrund des Ausbleibens der einheimischen Teams, stellte sich die Eventorganiser die Frage nach ihren finanziellen Verpflichtungen in der Serie. Daher entschloß sich das ProVee Management dazu, das es besser sein würde, 2005 eine verkürzte Serie zu fahren und für 2006 alles neuzustrukturieren.
Idealer Kalender 2006 mit allen Serien zusammen
Ironischerweise hatte Promoter Chris Witty für die ProVee Saison 2006 einen traumhaften Kalender zusammengestellt, bei dem die ProVee zusammen mit der Class 1, der Powerboat P1 und der Class 3 2-Liter WM an den Start gehen sollte. Als Basis für die Durchführung war die feste Zusage von mindestens acht Teams für die Teilnahme an allen Rennen gefordert. „Die Class 1, Powerboat P1 und die Formel 1 Circuit Rennserie fordern solche Verpflichtungen von ihren Teams. Das was wir also gefordert haben war also nichts ungewöhnliches oder anderes,“ sagte Chris Witty. „Doch nach vielen Meetings gab es nicht genügend Teams, die ausreichend vorbereitet waren, um diese Verpflichtung eingehen zu können. Wir hatten keine andere Wahl, als die ProVee Serie auf Eis zu legen.“
U.I.M. kündigte den Vertrag mit der ProVee Serie auf
„Zudem haben wir damit auch gegen unseren Vertrag mit der U.I.M. verstoßen, mindestens vier Events innerhalb von zwei Jahren zu organisieren. Konsequenterweise hat das zuständige Komitee dann auch eine drastischere Sicht auf die Sache und unseren Vertrag aufgekündigt,“ erklärte Witty. „Die ProVee als Klasse hat nach wie vor eine Chance, aber ob das auch unter der U.I.M. möglich ist, ist ein offener Punkt, da ich der Inhaber des Namensrechtes ProVee bin. Es gibt jetzt ein paar mögliche Wege, die es zu besprechen gilt. Aber es liegt nach wie vor bei den Teams, ob wir das überhaupt machen sollen. Die Teams haben jetzt die Wahl.“
Am Ende wäre es um das bislang fehlende „Zwischenstück“ zwischen den großen Offshore Klassen wie der Class 1 und den Einsteigerklassen sehr schade. Schon das Ende der ehemaligen Class 2 war ein großer Verlust für den Offshoresport. Mit dem weiteren Verlust der ProVee würde es keinen kostengünstigen „richtigen“ Rennsport mehr geben.
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