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Offshore

Bei Offshore-Rennen wird, wie der Name es schon hergibt, im Offshore-Bereich gefahren, d.h. vor der Küste auf dem offenen Meer. Auch bei diesen Rennern wird zwischen Inboard-Motoren und Außenbordmotoren wie in den Circuit-Klassen unterschieden und nach Hubraum eingeteilt.

Die Dimensionen sind allerdings um einiges größer. Die Rümpfe sind unterschiedlich aufgebaut. Mal als Katamaran (Doppelrumpf) oder auch als Vee-Rumpf (V-förmig) sind die Offshore-Boote in Schnitt zwischen 7 und 15 m lang. Bei der Motorisierung wird ebenfalls ein Zahn zugelegt. So sind Motoren mit einen Hubraum von 4 - 12 l keine Seltenheit.



Hier die Backbordmaschine der “Victory 1”, ein Class 1 Boot. Die V 12 Lamborghini Maschine hat einen Hubraum von 8200ccm und leistet ca. 1000 PS.

Als “Rennstrecke” kommen zumeist Rundkurse zum Einsatz. Die Kurse werden mittels Bojen markiert und sind um einiges länger als die Kurse bei Circuit-Rennen. Die derzeit bekanntesten Offshore-Rennen sind wohl die Class 1 Veranstaltungen mit zahlreichen Rennen in Europa. Seit 1999 findet an Schleswig-Holsteins Ostsee-Küste eines der Class 1 Weltmeisterschaftsrennen statt. Die Rennen sind in Deutschland wegen der vermeintlich hohen Umweltbelastungen umstritten. Eine wirkliche Belastung konnte bislang nicht festgestellt werden. In anderen europäischen Ländern gehören die Class 1 Rennen zu den begehrten und publikumswirksamen Veranstaltungen.
Die kleineren Offshore-Klassen wie die
Class II und die Class III haben international so gut wie keine Bedeutung. Hier wird gelegentlich um nationale Titel gefahren oder in Wochenend-Veranstaltungen um den WM-Titel.

Auch im Offshore-Bereich, allerdings in Strandnähe, finden die
Thundercat-Rennen statt. Hier wird mit kleinen Schlauchbooten auf von Land aus gut einsehbaren Dreieckskursen durch die Brandung gerast. Ein actiongeladenes Spektakel, das hauptsächlich in Australien, Neuseeland und neuerdings auch in England großen Anklang findet.






Auch beliebt sind die
Endurance-Wettbewerbe. Hier muß eine Fahrtstrecke von A nach B in schnellstmöglicher Zeit zurückgelegt werden. Die Endurance-Veranstaltungen waren wohl auch die ersten Offshore-Rennen, die bei den internationalen Medien einen gewissen Bekanntheitsgrad hatten.

Sehr beliebt sind zur Zeit die One-Design Klassen wo es einzig auf das fahrerische Können der Piloten ankommt und die Fähigkeiten der Navigatoren, sich in dem Runden-Wirrwarr der Multi-Lap Kurse zurechtzufinden. Den Anfang der One-Design Klassen machten 1999 die
Honda 4-Stroke Serien. 2003 kam die V24 Klasse hinzu. Die gibt es bereits wesentlich länger, kam aber erst jetzt so in Fahrt. Auch für die Endurance-Wettbewerbe ist ein One-Design Serie im Aufbau. Die Sunseeker XS 2000 Serie will allerdings nicht so recht laufen.

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