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Hydroplanes dürften wohl die schnellsten Rennboote der Welt sein, mit denen Rundkursrennen gefahren werden. Eins ist jedenfalls sicher, es sind mit die spektakulärsten Boote die auf dem Wasser bewegt werden. Die ersten Rennen mit den “Thunderboats” wurden schon 1946 ausgetragen. Damals verwendete man noch die Triebwerke der 2.Weltkriegsflugzeuge als Antrieb.
Die “Miss Zynetics II” an einer Wendemarke. Foto: www.hydroprop.com
Schon früh begannen die Ingenieure damit, Turbine als Antriebsmaschinen einzusetzen. 1969 entstand das erste Boot mit Turbinenantrieb und 1974 fuhr das erste Unlimited Hydroplane mit Turbinenantrieb Rennen mit. (siehe Geschichte der Turbinen)
Dann trennen sich auch die Wege der Hydro´s. Die einen setzten weiterhin auf Verbrennungsmotoren und die anderen entwickelten die Turbine als Antrieb weiter. Daraus entstanden dann die etwas unterschiedlichen Klassen der Unlimited Hydroplanes und der Unlimited Light Hydroplanes.
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Unlimited Hydroplanes
Die Rennen der Unlimited Hydroplanes gleichen eine gut inzenierten Show. Auf den Seen und Flüssen der Vereinigten Staaten und in Kanada rasen die “fliegenden Boote” um die Wette. Die Veranstaltungen werden stets von den lokalen Fernsehsendern übertragen und sichern so eine hohe Anzahl an Zuschauern für das Spektakel. Die Sponsoren zahlen hohe Preisgelder für die Piloten und bieten ein großes Rahmenprogramm. Ein Rennen der Hydroplanes erreicht durchaus Dimensionen eines Volksfestes mit tausenden begeisterten Zuschauern.

Die Hydroplanes werden mit großen Mobilkränen in ihr nasses Element gesetzt. Wie die meisten Rennboote sind sie nur für das jeweilige Rennen im Wasser. Bei den Kranungen sind stets eine Menge Schaulustige zugegen.
Foto: www.hydroprop.com
Die Rennen
Bei den Unlimited Hydroplanes verlaufen die Rennen in Form von K.O.- Wettkämpfen. Es findet zuerst ein Qualifying statt. Die Teilnehmer werden dann je nach erreichter Zeit in eine Reihenfolge gebracht. Der Schnellste hat dabei die Position Nr. 1.
Dann werden die Teilnehmer in gerade und ungerade Läufe, den sogenannten Heats, eingeteilt. In den Heat 1A die Boote Nr. 1, 3, 5, 7, usw. und in den Heat 1B die Boote Nr. 2, 4, 6, usw. In der Regel fahren 5 oder 6 Boote pro Heat, je nachdem für wieviel Teilnehmer die Rennstrecke zugelassen ist. Der Heat besteht aus mehreren Runden auf einem Rennkurs. Gestartet wird aus dem Stand aus einer Reihe, wobei sich der Erste aus dem jeweiligen Heat den Startplatz aussuchen darf.
Sind die Heats 1A und 1B abgeschlossen werden alle Teilnehmer wieder in eine Reihenfolge gebracht und nach demselben Muster wie bei den ersten Heats in die Heats 2A und 2B eingeteilt, allerdings wird diesmal der Langsamste auf Position Nr. 1 gesetzt und darf sich den Startplatz aussuchen.
Dann folgen die Heats 3A und 3B. Hier werden die Boote nach den in den vorherigen Heats erlangten Punkten in die Liste eingetragen. Der Fahrer mit den meisten Punkten steht auf Position Nr. 1. Auch hier wird wieder in gerade und ungrade Nr. eingeteilt. Die Besten der Heats wählen den Startplatz aus.
Dann folgt der Finallauf. Die Punktbesten des Gesamtfeldes treten in einem Lauf gegeneinander an. Auch hier fahren 5 oder 6 Boote den Finallauf, je nachdem für wieviel Teilnehmer die Rennstrecke zugelassen ist.
Es gibt für die Qualifikation und jeden Heat extra Punkte nach einem ausgeklügelten System. Für jeden Punkt werden dann die Preisgelder ausgezahlt.
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