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Die Unlimited Hydroplanes
Mit Ausmaßen von 28 ft (ca. 8,50m) bis 32 ft (ca. 9,75m) Länge und einer max. Breite von 14,6 ft (ca. 4,45m) sind die Hydroplanes für Circuit Rennen schon ziemlich gross. Als Minimumgewicht müssen die Boote, je nach Motorisierung, ein Mindestgewicht von knapp 3 Tonnen für die Turbinen- und 2,7 Tonnen für die Flugzeug- oder Automotorenvariante mitbringen. In der Saison 2001 fuhr lediglich 1 Boot von 13, die “U-3” von Ed Cooper, mit einem Allison Verbrennungsmotor. Die Boote sind wie Proprider (auch: Dreipunkter) aufgebaut. Das Grunddesign selbst wurde schon 1936 entwickelt. Die heutige Hydroplanes haben 2 Pontons, Sponsons genannt, auf denen sie fahren, bzw. gleiten. 
Der Bereich zwischen den Sponsons nennt sich Tunnel. In diesen Tunnel gelangt bei Fahrt die Luft und hebt das Boot an. Der Rumpf hat dann nur noch mit den Sponsons und dem Propeller Kontakt mit dem Wasser. Das Hydroplane “gleitet” dann mehr oder weniger hart über das Wasser.
Die “Miss Pico” während der Bayfair World Series in San Diego
Foto: Bayfair.com
Der Fahrer, oder besser Pilot, der U1 “Miss Budweiser” und 4-facher Weltmeister Dave Villwock beschreibt das Fahren in einem Hydroplane so: ”Es ist, als ob du dich in die Mitte deines Wohnzimmers setzt und dann deine Frau bittest, dich ungefähr eine Stunde mit dem Baseballschläger zu bearbeiten.”
Die Bootsrümpfe werden aus Verbundstoffen gefertigt und die Abdeckungen der Turbine und des Cockpits aus Fiberglas Angetrieben von einer Lycoming T-55 L7C Turbine kann ein Hydroplane Geschwindigkeiten von über 350 km/h erreichen. Der Pilot bewegt sich dann mit ca. 100m die Sekunde über das Wasser........ Die Turbinen selbst werden von der Army bezogen. Dort versahen sie etliche Flugstunden ihres Daseins als Antrieb des Chinook Transporthubschraubers von Boing (auch als “Banane” bekannt). Man nimmt die Heli-Turbine weil sie ein angehängtes Getriebe zur Reduzierung der Drehzahl hat. Bevor die Turbinen zum Einsatz kommen werden sie bei den Teams zerlegt, repariert und auf Prüfständen getestet.
Die geballte Kraft von 2650 - 3500 PS muß über einen 3 flügeligen Propeller mit einem Durchmesser von knapp 40cm ins Wasser gebracht werden. Bei Volllast dreht der Propeller mit über 10.000 U/min im Wasser. Als “Nahrung” für die Turbinen kommt dabei herkömmlicher Flugzeugkraftstoff zum Einsatz.
Die Turbine, das Getriebe und der Propeller werden in der Mitte, über dem Tunnel in das Boot eingebaut. Davor sitzt der Pilot in seiner Kanzel. Jedes Boot muß mit einem Sicherheitscockpit aus dem F-16 Kampfjet ausgerüstet sein.
Das F16-Cockpit der “UL-72 Pocket Mechanic”, ein von Budweiser gesponsortes Unlimited Light Hydroplane.
Der Fahrer muß in einem nur für ihn angepassten Sitz mit einem 5 Punkt Gurt “fixiert” werden. Desweiteren muß der Pilot an ein Sauerstoffsystem angschlossen sein, das im Notfall für 15 min Atemluft bietet.
 Von den Booten ist während der Fahrt lediglich der Propeller, das Ruder und 2 Stabilisierungsfinnen im Wasser. Der Rest “rutscht” mehr oder weniger hart über das Wasser. Die Hydroplanes erzeugen während der Fahrt eine riesige Wasserwand hinter dem Boot. Das ganze nennt sich dann in Anlehnung an das Aussehen des hochgewirbelten Wassers “Roostertail” - Hahnenschweif.
Die “Oh Boy Oberto” Foto: www.hydroprop.com
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