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„Placemakers“ feierte Comeback beim Finale
15.05.07
Mit einem Sieg beendeten Richard Shores und Wayne Carson die Saison in ihrer „Placemakers“. Nachdem das Team vor gut zwei Wochen noch völlig enttäuscht das Rennen in Whitianga nach einem Crash mit dem Superboat Light Teilnehmer „Addictive“ von Grant Smith aufgeben musste, war der Sieg beim Finale eine tolle Belohnung für das „Placemakers“ Team.
„Placemakers“ erst kurz vor dem Start wieder rennfertig
Nach dem Vorfall in Whitianga endeten auch die Meisterschaftshoffungen von Richard Shores und sein Team musste reichlich Arbeit in die Reparatur des 32ft Douglas Skater Kat stecken, damit das Boot rechtzeitig zum Finale in Auckland wieder rennfertig war. Fast auf den letzten Drücker schafften es die Mechaniker das Boot am Freitagmorgen in Auckland abzuliefern. Bereits am Nachmittag drehte Co - Pilot Wayne Carson zusammen mit dem neuseeländischen Rugby Star Luke McAllister die ersten Runden auf dem Hafenkurs und Shores erklärte, das ein Sieg beim Finale eine befriedigende Entlohnung für die Mühen der Saison sein könnte. Sprach er und gewann einen Tag später die achte und letzte Runde der NZ Offshore Meisterschaft 2007.
„ProFloors“ verlor die Meisterschaft vor dem Start des Finales
 Flache bis moderate Bedingungen herrschten beim Finalrennen im Hafen von Auckland und gut 50 Teams standen bereit für den Start. Pünktlich um 13:00 Uhr sollte es losgehen, doch einer der Titelanwärter sorgte für eine spektakuläre Unterbrechung. Wayne und Grant Valder hatten sich mit der „ProFloors“ für das Finale viel vorgenommen. Nur 75 Punkte trennte das Duo von der Führenden „Sleepyhead“ und beflügelt von ihrem Sieg in Whitianga wollte die „ProFloors“ mit einem weiteren guten Rennen den ersten NZ Titel des Teams einfahren.
Doch schon auf dem Weg zur Start- und Wendemarkierung traf der 34ft, 1100PS Phantom Kat derart unglücklich auf eine Welle, das das Boot sich prompt überschlug. Wayne und Grant Valder überstanden den Unfall fast unverletzt während die „ProFloors“ über die Wintermonate sicherlich einer ausgiebigen Reparatur bedarf.
Ohne Hauptrivalen freie Fahrt für die „Sleepyhead“
Ohne den Hauptrivalen im Nacken ließen es die amtierenden Champions und führenden der Meisterschaft dann mit der „Sleepyhead“ bei dem knapp 30 Minuten verspäteten Start ruhig angehen. Peter Turner und Craig Archer gingen an der Spitze des Feldes die lange Gerade hinunter an einer Unzahl von Zuschauerbooten und Schaulustigen in Richtung der Westhaven Marina. Bei der Passage unter der Harbour Bridge hindurch röhrten die beiden V8 Maschinen der „Sleepyhead“ mit vollen Drehzahlen trotz der unglaublichen Enge. Dicht am Heck der „Sleepyhead“, mit nur 50m Abstand, flog die „Fairview & Windows“ unter der Brücke hindurch.
Die Rivalität zwischen den Phantom und den Skater Kats hatte sich bereits seit einigen Runden entwickelt und die beiden Skater „Placemakers“ und „Fairview & Windows“ hatten bislang gezeigt, das sie ganz klar in der Lage sind,die Phantom Kats zu schlagen.
Überhitzung bremste die „Sleepyhead“ ein
In Runde vier wechselte dann plötzlich die Führung an der Spitze des Feldes. Überhitzung machte der „Sleepyhead“ zu schaffen und Peter Turner fiel zurück. Für die beiden Lewis Brüder war damit der Weg frei und sie ließen den 30ft Skater „Fairview & Windows“ so richtig fliegen. Das etwas breitere Design des Kats war wie geschaffen für die immer unruhiger werdenden Bedingungen im Hafen von Auckland. Auch Richard Shores und Wayne Carson zogen schließlich an der immer langsamer werdenden „Sleepyhead“ vorbei und übernahmen Platz zwei. Turner bekam das Wärmeproblem bei seinem Phantom Kat schließlich doch noch in Griff, konnte den davoneilenden Skatern aber nur in einem großen Abstand folgen.
„Fairview & Windows“ musste mit Antriebsschaden aufgeben
In Runde neun stand dann ein weiterer Wechsel an der Spitze an. Die „Fairview & Windows“ musste mit einem mechanischen Schaden aufgeben und der „Placemakers“ das Feld überlassen. Für die „Fairview & Windows“ ein extrem enttäuschende Ende einer Saison, in der sie zu Beginn sogar die Führung der Meisterschaft übernommen hatte. Erst ein Problem mit den Antrieben verhinderte ein besseres Abschneiden des Teams, das sich nach umfangreichen Umbauarbeiten ihres Kats von Außenbordmotoren auf Innenbordmaschinen schon in ihrer ersten Saison in der Superboat Kategorie nach ganz vorne gearbeitet hatte.
Rücktrittsgerüchte nach dem Sieg der „Placemakers“
Am Ende war es der fünffache NZ Champion Richard Shores, der das Rennen mit seiner frisch reparierten „Placemakers“ gewann. Für den Douglas Skater mit den beiden, gut 1300PS starken Buick Maschinen war es der vierte Sieg in dieser Saison. Damit rutschen Shores und Carson auf den zweiten Platz in der Meisterschaft vor. Insgesamt kann Shores nun 36 Siege auf seinem Konto verbuchen. Auf der Siegerehrung wurden Stimmen laut, das Shores nun seine Karriere beenden wird, da auch in der nächsten Saison mit einer Reglementsänderung die Zeiten der V8 Small Blocks vorbei sein werden. Der Ausstieg von Shores wird sicherlich eine nicht zu füllenden Lücke für den Sport hinterlassen.
Peter Turner mit sechs nationalen Titel an der Spitze
Mit dem zweiten Platz beim Finale sicherten sich die amtierenden Champions Peter Turner und Craig Archer in der „Sleepyhead“ die erfolgreiche Titelverteidigung. Wie bereits im Jahr zuvor lieferte die „Sleepyhead“ Crew eine sehr konstante Saison ab. Zwar gewannen sie lediglich zwei der acht Rennen, aber sie standen immer auf dem Podium und holten so die wichtigen Punkte. Turner ist mit dem erneuten Titelgewinn nun der einzige Pilot, der sich sechs Mal den Titel holen konnte. Den ersten holte er sich 1992 mit einem 32ft Linder Kat, bevor er von 94 bis 96 gleich dreimal hintereinander in einem Skater Kat die Meisterschaft errang. Nach einer Pause vom Rennsport sammelte er schließlich 2006 und 2007 zwei weitere Titel.
„Rayglass“ mit einem Klassensieg zum ersten NZ Titel
Auch in der Superboat Light Kategorie übernahmen die führenden der Klasse die Spitze. Newcomer Kelly Smith und Travis Thompson setzten sich vom Start weg mit ihrer „Rayglass“ vor ihre Hauptrivalen Grant Smith und Dave Aldridge in der „Addictive“ und der australischen „Red Bellies“ von Bruce Sanders und Colin Crave und der „Cat Attack“ von Bob Smith und Mark Taiatini. Für die „Rayglass“ hieß es lediglich das Rennen mit einem Platz nicht schlechter als drei Plätze hinter der „Addictive“ zu beenden um dem Titel bereits in ihrem ersten Jahr in der Superboat Light Klasse zu holen. Im Verlauf des Rennens gab die „Rayglass“ trotz der harten Attacken der „Addictive“ nicht klein bei und gewann am Ende nicht nur das Finale sondern auch den ersten NZ Titel in der Superboat Light Klasse.
Auch im Gesamtklassement übernahm die „Rayglass“ zum wiederholten Mal in dieser Saison den dritten Platz. Kelly´s Vater Grant Smith landete auf Platz zwei der Klasse vor der „Red Bellies“. „Cat Attack“ überschlug sich kurz vor Rennende
Bob Smith und Mark Taiatini folgten unterdessen dem unschönen Beispiel der „ProFloors“ nachdem sich die Wellen im Hafen von Auckland nach und nach weiter aufgeschaukelt hatten und gegen Ende des Rennens schließlich für recht fordernde Bedingungen sorgten. Die „Cat Attack“ stieg an einer dieser zurückschlagenden Welle auf und überschlug sich kurz vor Rennende. Während Mark Taitini fast unverletzt blieb, wurde Bob Smith mit einer ausgerenkten Schulter ins Krankenhaus gebracht. In der Wertung reichte die gefahrene Strecke für die „Cat Attack“ dennoch für den vierten Rang in der Klasse aus.
„Steadcraft“ reichte Platz drei für den Titelgewinn
Hoch her ging es auch bei den Teams der Sports100 Kategorie. Hier führte die „YMF Family Boats“ vor der „Vmax Yamaha“, der „Driveright“ und der „Steadcraft“. Für die „Steadcraft“ hieß die Devise, immer in der Nähe der „Driveright“ bleiben und die Meisterschaft ist gewonnen. Während die „YMF Family Boats“ ihren ersten Klassensieg einfahren konnte, wurde der leichte Kat „Vmax Yamaha“ ebenfalls ein Opfer der höher werdenden Wellen. Graham Pike und Laurence Hullema trafen auf ein paar heftige Exemplare und als sie dabei in die Luft stiegen packte der Wind den Kat und sie überschlugen sich als drittes Boot im Feld.
Hullema konnte sich unverletzt an Land retten, während Graham Pike sich einige Rippenbrüche zuzog. Mark Diggleman schaffte es zwar mit seiner „Driveright“ vor der „Steadcraft“ zu bleiben, doch Greg Crawford reichte der dritte Platz für den Titelgewinn in der Sports100 Klasse.
Weiterer Sieg der „Konica Minolta“ reichte nicht für Titelgewinn aus
In der Formula Honda war es erneut Greg Brinck, der mit seiner „Konica Minolta“ die Klasse vor der „Altitude“ von Jeff Weake und Jaqueline McGowan gewann. Während des gesamten Rennens wechselten sich die beiden in der Führung immer wieder ab und zwischen ihnen passte kein Handtuch, so dicht lagen sie beieinander. Mark Helms brachte seine „Miss Electropar“ auf dem dritten Platz ins Ziel und die Meisterschaftsführenden verpassten ein weiteres Mal nur ganz knapp das Podium. Dennoch reichten Chris und Debbie Bartlett der vierte Platz, um sich mit der „Quick Nautical Equipment“ den Formula Honda Titel zu holen.
Das Rennen der Boote in der Classic Kategorie war erneut spannend. Mike Cameron führte den Großteil des Rennens die Klasse mit seiner „Holsom“ an und gewann am Ende trotz heftigen Kämpfen mit dem Rivalen „Spirit of Cheyenne“. Klassenprimus Chris Neal benötigte dagegen lediglich eine Zielankunft mit seiner Fountain „Spirit of Cheyenne“ um sich den Titel zu sichern. Bei den Sports60 gewann die „Toll Translink“ vor der „Sassy Red“. Die Sports60restricted gewannen John Purchase und Lee Mason vor Joanne Lomax und ihrer „Chindit“ und der „Mirage“.
Nun kehrt erst einmal Ruhe in Neuseeland Offshorewelt ein und die Teams haben ausgiebig Zeit, sich über ihre gewonnen Titel zu freuen oder die erlittenen Wunden zu lecken und die Boote für die kommende Saison wieder auf Vordermann zu bringen.
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