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Noch keine eindeutigen Favoriten bei der vorletzten Runde der Meisterschaft
26.04.07
Mit der siebten und vorletzten Runde zur NZ Offshore Meisterschaft neigt sich die Saison in Neuseeland dem Ende zu. Whitianga spielt dabei den Gastgeber und wie selten zuvor, stehen in allen Klassen noch keine wirklichen Favoriten auf den Titel fest. Zwar führen einige Teams mit einem mehr oder minder großen Vorsprung, aber nicht so, als das sie sich des Titelgewinns bereits sicher sein könnten.
 Hauptaugenmerk liegt auf den Superboats
Das Hauptaugenmerk gilt in Whitianga wie gehabt den Superboats in der 100Meilen Serie. Hier haben die amtierenden Champions Peter Turner und Craig Archer in ihrer „Sleepyhead“ die Nase mit einem kleine Vorsprung vorn. Ein Sieg in Whitianga würden sie für das Finale in Auckland sicherlich in eine gute Position bringen, doch sie können es sich trotzdem nicht erlauben, sich zurückzulehnen. Drei Teams stehen in Lauerstellung, jeden Fehler der „Sleepyhead“ gnadenlos auszunutzen um sich selber an die Spitze der Klasse und der Meisterschaft zu setzten.
Der Kurs in Whitianga mit seinen langen Geraden liegt dem „Sleepyhead“ Team allerdings und Turner/Archer können die Gashebel ihres 34ft Phantom Kats weit aufreißen. Auf eine hohe Dünung und raue Bedingungen hofft dagegen die im Moment zweitplatzierte „ProFloors“ von Wayne und Grant Valder. Bei der dritten Runde der Meisterschaft in Gulf Harbour konnte das Team einen hervorragenden Sieg bei derartigen Bedingungen herausfahren. Bei den anderen Rennen waren die Bedingungen dann allerdings eher ruhig und passten so gar nicht zu den Vorlieben der „ProFloors“ Crew. Ihnen fehlen dabei etwa drei bis vier Meilen an der Endgeschwindigkeit, so auch beim letzten Rennen in Napier. Doch wenn die beiden das Setup des Bootes und die Propellerwahl richtig treffen, dann könnten sie in Whitianga zu einem echten Favoriten werden.
„Fairview Windows“ will die Klassenführung zurückerobern
Auf etwas mehr Glück hoffen die Brüder Scott und Warren Lewis in ihrer „Fairview Windows“. In Napier litten sie bereits beim Training unter mechanischen Problemen an ihre Boot und schafften es nicht, an den Start zu gehen. Dadurch verloren sie ihre schmale Meisterschaftsführung an die anderen drei Superboats. Die beiden sind aber ein zu gutes Team um einen weiteren Fehler zu machen. Sie sind in Whitianga mit frischem Mut am Start und wollen sich die Führung zurückerobern. Bislang war die „Fairview Windows“ ein sehr zuverlässiges Boot und zeigte besonders bei ruhigen Bedingungen eine unglaubliche Speed. Das vierte Superboat im Bunde, die „Placemakers“ von Richard Shores und Wayne Carson haben im vergangenen Jahr das auf einen Sturmkurs verkürzte Rennen in Whitianga gewonnen. Wenn die „Placemakers“ auch in diesem Jahr gewinnt, dann hält sie sich zumindest eine kleine Chance auf den Gewinn der Meisterschaft aufrecht.
Skater Katamarane dominieren in der Superboat Light Klasse
Weitere Aufmerksamkeit gilt den sechs Teams in der Superboat Light Klasse, wo man eine Dominanz von den drei Skater Katamarane erwarten darf. Angeführt wird das Trio und die Klasse von den Newcomern Kelly Smith und Travis Thompson in der „Rayglass“. In dem 28ft Skater hat sich das Duo in ihrer ersten Saison als ein sehr starkes Team erwiesen. Als eines der konstantestes Teams hat die „Rayglass“ beständig Punkte sammeln können und führt nun die Klasse an. Grant Smith, der Vater von Kelly Smith, hatte bislang mit der „Addictive“ das Nachsehen bei seiner Tochter. Beim Rennen in Napier platzte dem Throttleman Smith eine Maschine der „Addictive“ und er will diese Schlappe nun in Whitianga wieder wettmachen und den Anschluß an die „Rayglass“ behalten.
Die gute Kurveneigenschaften des Douglas Skaters werden in dabei sicherlich unterstützen. Unterstützung benötigt auch der dritte Skater im Feld. Die „Cat Attack“ von Bob Smith und Mark Taiatini ist zwar ziemlich schnell, aber kleinere mechanische Probleme verhinderten bislang ein besseres Abschneiden des Teams. In Whitianga hofft das Team nun auf den Durchbruch.
Neuseeländische Robson Kats nehmen den Kampf mit den Skatern auf
Den Kampf mit den Skatern nehmen vor allem die beiden in Neuseeland gebauten Robson Kats auf. Angeführt wird das Duo von Perry Morris und Bevan Antonelli in der „High Impact“. Der zweite Robson Kat, die „PuttPutt.com“ wird von dem ehemaligen nationalen Champion Roger Puttick eingesetzt. Die Robson Kats sind auf den langen Stücken der Kurse stets sehr schnell und wenn es etwas rauer wird ist auf jeden Fall mit ihnen zu rechnen. Die australische „Red Bellies“ von Bruce Sanders und Colin Craven runden das Feld der Superboat Lights ab. Bislang kämpfte das einzige ausländische Team im Feld mit technischen Problemen, die aber seit der Runde in Napier behoben zu sein scheinen. Bei ähnlichen Bedingungen wie in Napier dürfte mit der „Red Bellies“ auf dem Podium gerechnet werden.
Lokalmatador „Steadcraft“ will sich in Whitianga die Meisterschaft sichern
Die lokalen Interessen in Whitianga werden sich auf Greg und Phil Crawford in der „Steadcraft“ richten, die in der Sports100 Klassen führen. Ein Podiumsbesuch würde sie in den sicheren Bereich für den Meisterschaftsgewinn bringen, wenn sie anschließend in Auckland lediglich ins Ziel fahren können. Bislang zeigte das Team eine tolle Leistung in ihrem neuen 23ft Batboat. Allerdings dürfen die Crawfords sich der Gegenwehr von Mark und Aaron Diggleman in der „Driveright“ sicher sein. Den beiden Topteams mit den V-Rumpf Batboats setzten Graham Pike und Laurence Hullena in ihrem Kat „Vmax Yamaha“ einen Sieg in Napier entgegen. Wie in allen Klassen des 100Meilen Rennens ist auch bei den Sports100 ein enger und harter Kampf zu erwarten.
Britische Champions zu Gast bei der Formula Honda Serie
Mit einem besonderen Besuch darf man bei der vorletzten Runde zur NZ Offshore Meisterschaft in Whitianga rechnen. Die beiden Sieger der britischen Formula Honda Serie 2006, Nick Clemson und Paul Trow-Smith, werden als Gäste in der neuseeländischen Schwesterserie an den Start gehen.
Wie in den anderen Klassen ist der Wettbewerb auch in der Formula Honda derart eng, das es unüblicherweise nach dem Rennen Whitianga immer noch keinen klaren Sieger geben wird. Mit einem Sieg könnte die „Quick Nautical Equipment“ von Chris und Debbie Bartlett zwar genügend Punkte für einen kleine Führung vor dem Finale in Auckland schaffen, doch das führende Team der Formula Honda steht stark unter dem Druck der „Altitude“ von Jeff Weake und Jacqueline McGowan, die das Rennen vor zwei Wochen in Napier gewonnen hatten und damit die Lücke zur Führenden „Quick Nautical Equipment“ hatten schließen können und ihre Meisterschaftschancen aufrecht hielten. Hinzu kommt, das die meisten der Formula Honda Teams das Rennen in Whitianga sehr genießen.
Weitere Boote auf die es im 60Meilen Rennen zu achten gilt sind die „Marine Workz“ von Jonathan Martin und die „Waves N Wheels“ von Lance Dawson, von denen einiges zu erwarten ist. Bei den Teams der Classic Kategorie erneute Mike Cameron in der „Holsom“ mit einem Sieg in Napier seine Rivalität mit der „Spirit of Cheyenne“ von Chris Neale.
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