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Zur Halbzeit der Meisterschaft nach Wellington
08.03.07
Die NZ Offshore Championship zieht für ihre vierte Runde in die Hauptstadt Wellington. Gleichzeitig markiert das kommende Rennen die Halbzeit in einer der engsten und spannendsten Saisons seit Jahren. In den vergangenen drei Runden standen drei unterschiedliche Sieger auf dem Podest ganz oben.
„Placemakers“ macht sich Hoffnung auf ihren achten Sieg in Wellington
Die größten Hoffnungen auf einen Sieg in Wellington machen sich Richard Shores und Wayne Carson in ihrer „Placemakers“. Das Duo kann auf eine eindrucksvolle Serie von sieben Siegen in der Hauptstadt zurückblicken und will nun den achten Sieg holen. Der fünffache NZ Champion hatte bislang einen sehr schwierigen Saisonstart. Nach einem sechsten Platz in Taupo folgte ein Sieg in Maraetai, gefolgt von einem Ausfall beim letzten Rennen in Gulf Harbour. Nach wie vor gehört der 32ft, 1300PS Douglas Skater „Placemakers“ zu den Top-Booten im Feld und mit der Erfahrung von Shores und Carson könnte es diesmal wieder für einen Sieg langen.
Konkurrenz in der Superboat Klasse schläft nicht
Doch die Konkurrenten der Saison 2007 lassen dem Ex-Champion „Placemakers“ wenig Luft zum Atmen. So legten die Brüder Grant und Wayne Valder mit ihrem 34ft Phantom Kat „ProFloors“, der ex- „Sleepyhead“, in Gulf Harbour ein makelloses Rennen hin und schrieb sich ebenfalls auf die Siegesliste der Saison 2007. Die „ProFloors“ kam augenscheinlich mit den harten Bedingungen mit Leichtigkeit klar und die Valders haben sich offensichtlich an das neue Boot gewöhnt und das richtige Setup gefunden. Mit einem weiteren Sieg in Wellington könnten die Brüder nun einen riesigen Schritt in Richtung ihres erklärten Ziels, den Meisterschaftstitel machen. Neu in der Superboat Klasse sind Warren und Scott Lewis mit ihrer „Fairview Windows“. Die beiden rüsteten ihren Superboat Light Kat von Außenbord- auf Innenborder um und stiegen in die höchste Kategorie in Neuseeland auf. Für das Rennen in Wellington hoffen die Lewis Brüder nun auf einigermaßen ruhige Bedingungen um sich nach einigen guten Podiumsplätzen nun endlich auch einmal ganz nach oben auf das Podium stellen zu können.
Reparaturarbeiten an der „Sleepyhead“ laufen auf Hochtouren
Bevor sie gegen ihre Konkurrenten in der Superboat Klasse antreten können, müssen sich die amtierenden Champions Peter Turner und Craig Archer zuerst einem Rennen gegen die Zeit stellen. Beim Rennen in Gulf Harbour erlitt ihre „Sleepyhead“ einige ernsthafte Schäden am Heckspiegel des Rumpfes. Das Team arbeitet fieberhaft Tag und Nacht daran, die Schäden zu beseitigen um in Wellington an den Start gehen zu können. Das erst drei Rennen alte Boot legte in seiner kurzen aktiven Zeit bereits einige eindrucksvolle Ergebnisse vor und man darf davon ausgehen, dass ihm die erwarteten rauen Bedingungen in Wellington besonders gut liegen werden.
Familieninternes Duell an der Spitze der Superboat Light Klasse
Richtig hart geht es auch in der Superboat Light Klasse zu. In Wellington dürfte es hier zu einer Familienentscheidung zwischen Grant Smith in seiner „Addictive“ und seiner Tochter Kelly in ihrer „Rayglass Marine“ kommen. Bislang konnten sich Kelly Smith und ihr Co.-Pilot Travis Thompson in der Klasse durchsetzten und führt nach drei Runden das Klassement mit zwei Siegen an. Vater Grant Smith konterte zwar mit einem Klassensieg, bleibt aber vorerst im Gesamtklassement noch hinter seiner Tochter. Beide setzen auf identische Skater Katamarane mit zwei Mercury 2,5 X Außenbordern. Der größte Vorteil der Skater ist dabei die unglaubliche Wendigkeit in den Kurven.
Vier weitere Teams auf der Jagd nach Punkten in der Superboat Light Klasse
Gejagt werden die beiden Smiths seit dem letzten Rennen in Gulf Harbour von einem weiteren, nicht verwandten Smith. Bob Smith und Mark Taiatini importierten ebenfalls einen Skater, die „Cat Attack“, aus den USA und gingen in Gulf Harbour zum ersten Mal in dieser Saison an den Start. Mit zwei in Neuseeland gebauten Robson Kats gehen die Teams „High Impact“ und „PuttPutt.com“ ins Rennen. Perry Morris und Bevin Antonelli mischten sich in ihrer „High Impact“ immer wieder unter die Superboats und auch der ehemalige Champion Roger Puttick fuhr mit seiner „PuttPutt.com“ weit nach vorne. Als sechstes Boot in der Klasse gehören die Australier Bruce Sanders und Colin Craven mit ihrer „Red Bellies“ zu den Favoriten für das Rennen in Wellington.
Das Team ließ zwar immer wieder durchblicken wie leistungsfähig sie als amtierenden australische Champions sind, mussten aber mit vielerlei technischer Probleme nach einem Überschlag beim Auftaktrennen in Taupo bislang immer wieder zurückstecken. Wellington soll nun den Durchbruch und die „Red Bellies“ wieder auf Meisterschaftskurs bringen.
Batboats an der Spitze der Sports100 Klasse
Ein Auge kann man auch auf die Teams der Sports100 Klasse haben. Hier stehen das Vater/Sohn Duo Greg und Philip Crawford in ihrer „Steadcraft“ an der Spitze der Klasse. Doch Mark und Aaron Diggleman in ihrer „Drive Right“ und Graeme Pike mit seiner „Vmax Yamaha“ sind der „Steadcraft“ dicht auf den Fersen. Weitere harte Kämpfe kann man sicherlich auch von Kevin Irelands „Challenger“, Bill Thompson „Finance Points“ und der „YMF Family Boats“ von Steve Lockhart erwarten. Bei den Sports100 haben sich besonders die drei Batboats „Steadcraft“, „Drive Rights“ und „Family Boats“ als nur schwer zu schlagen herausgestellt. Für ein Budget, das den Geldbeutel nicht sprengt, bekommt man mit einem Batboat ein überaus konkurrenzfähiges und günstiges Rennboot.
„Quick Nautical Equipment“ in der Formula Honda das Maß der Dinge
Für das 60Meilen Rennen wird erneut eine Dominanz durch die vielen Formula Honda Teams vorhergesagt. Die One-Design Klasse lieferte bei den ersten drei Rennen zur Freude der Zuschauer immer spannende und vor allem enge Rennen ab. Chris und Debbie Bartlett sind hier mit ihrer „Quick Nautical Equipment“ im Moment das Maß der Dinge, obwohl es in der Formula Honda zahlreiche weitere Teams gibt, die die Siegesserie der Bartletts jederzeit durchbrechen könnten. So stehen der Champion von 2005, Greg Brinck in seiner „Konica Minolta“ und der Champion von 2006, Mike Urquhart in der „Light Industries“ bereit, dem Siegen der Bartletts in Wellington ein Ende zu bereiten. Mit von der Partie sind auch Mark Helms und Michael Knight in ihrer „Miss Electropar“. In der Formula Honda setzt sich auch das familieninterne Smith-Duell fort. Während Vater Grant und Tochter Kelly sich in der Superboat Light bekriegen, startet Sohn Michael und die jüngste Tochter Mandy mit der „Bad Boyz“ und der „The Gambler“ in der One-Design Klasse.
Mit mehreren Favoriten in jeder Kategorie, der hohen Leistungsdichte und einem extrem engen Abstand im Klassement kommt es bei der Halbzeit in Wellington auf jeden einzelnen Punkt an, wenn man in der Meisterschaft den Titel in Reichweite behalten will.
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