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Jetsprint Rennen
Erfunden wurden die spektakulären Jetsprintrennen in Neuseeland. Die rasante Bootssportart breitete sich dann in den letzten 9 Jahren über Australien aus und landete schließlich in den USA. Dort wurde dann 1997 die erste Rennstrecke für Jetsprints eröffnet. Bei den Jetsprints kommen eigens dafür gebaute Boote mit V8 Maschinen und Jetantrieb (daher der Name ;-)) zum Einsatz. Auf den engen, flachen Kursen sorgen mehr als 40 Kurswechsel in der Minute für reichlich Sound und Action für die Zuschauer und Spannung für die Crews. Hier ein kleiner Überblick zum Thema Jetsprint.
Der Rennkurs
Jetsprint wird häufig mit Autorennen oder Rallyes verglichen. Es wird ein Rundkurs, bzw. ein bestimmter Streckenabschnitt auf dem Wasser gefahren. Fanden die ersten Rennen nur auf Naturkursen und Flüssen statt, so werden die heutigen Jetsprints auf eigens dafür angelegten Rennstrecken ausgetragen. Mittlerweile gibt es über 11 feste Strecken in den Flüssen Australiens. Die engen, um 1,8 km langen Strecken liegen in einem Areal, das nicht größer als ein Fußballfeld ist. Mit einer Wassertiefe von nicht mehr als 1m bis knapp 15cm und einer Breite zwischen 60cm und 4m und mehr als 40 Kurswechsel in der Minute sorgen die Kurse für etliche Dreher, Überschläge und Boote, die aufs Trockene rasen.
Der Natur-Kurs im Fluss von Whakatane / Neuseeland
Am Tag des Rennens fährt dann jedes Team, je nach verfügbarer Zeit, 3 bis 4 mal gegen die Stoppuhr um den Kurs. Die 20 Besten treten dann in der nächsten Runde im KO System gegeneinander an.
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Die Crew
Die Boote sind mit einer 2-Mann Crew besetzt. Einer übernimmt die Rolle des Piloten, der andere die Rolle des Navigators.  Jede Kurve im Kurs hat eine vorgegebene Nr.. Die zu fahrende Strecke wird dann anhand dieser Nr. beschrieben. Am Abend vor dem Rennen wird den Teams der Kurs bekannt gegeben. Der Navigator muß sich nun die Kurvenfolge einprägen um dem Piloten den zu fahrenden Kurs anzuzeigen.Während des Rennens gibt der Navigator dem Piloten mit Handzeichen zu verstehen, wohin er in dem engen Flußlabyrinth steuern muß. Schon bei einem kleine Fehler landet das Boot auf dem Trockenen.
Um die Überdosis an Adrenalin und die auftretenden Fliehkräfte von 2,5 – 3g bei der Kurvenhatz verarbeiten zu können, müssen beide Crewmitglieder eine Top-Kondition haben. Sie sind mit feuerfesten Overalls, Helmen und Nackenstützen in ihren Sitzen so festgegurtet, das ernsthafte Verletzungen sehr selten passieren. Um kostendeckend zu fahren, werden einige Boote mit 2 Crews gefahren, eingeteilt in Crew A und B.
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Die Boote
Die Boote werden in die Klassen A, Open (auch Superboats) und Restricted 350 eingeteilt. Je nach Land kommen dann noch nationale Klassen hinzu. Die 3,81m –4,25m langen Rümpfe werden aus Fiberglas oder Aluminium eigens für den Jetsprint gefertigt. Ein typisches, rennfertiges Boot der Klasse A kostet ca. 25.000,- bis 40.000,- Dollar.
Ein kleiner Fahrfehler und das Boot überschlägt sich. Dank der Sicherheitskäfige passiert den Piloten wenig.
In der Restricted 350 Class sind nur Serienmaschinen erlaubt. In der Klasse A sind leicht veränderte Chervolet V8 Maschinen mit 6,75 l Hubraum Standard. Die Maschinen leisten zwischen 520 und 540 PS bei 5.200 U/min.
Die Open Class ist, wie der Name schon sagt, offen. Maschinen vom 650 PS Doppelturbo V6 bis hin zum V8 mit Methanol Einspritzung und 1200 PS bei 6500 U/min. Bei den zwischen 450 und 600 kg leichten Booten reicht das für eine Beschleunigung von 0 auf 100 in 2,4 Sek. Der Jetantrieb hat dabei einen Wasserdurchsatz von knapp 200 Litern pro Sekunde. Die Höchstgeschwindigkeit der Jetsprint-Boote liegt bei 140 km/h, auf den meisten Kursen werden aber nur ca. 85 – 90 km/h erreicht. Seitenanfang
Jetantrieb
Durch eine Turbine wird Wasser unter dem Boot angesaugt. Das Wasser wird dann mit Druck nach hinten durch eine Düse wieder ausgestoßen. Durch den entstehenden Strahl wird das Boot vorwärts bewegt. Dieser “Strahl” kann mit einer Klappe in eine bestimmte Richtung gesteuert werden. Das sorgt für die Richtungsänderung. Der Vorteil des Jetantriebs ist die enorme Wendigkeit und der geringe Tiefgang. (stark vereinfachte Funktionsweise)
alle Fotos mit freundlicher Genehmigung von Theo Spykers, WSJ
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