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Peter Caughey ist Jetsprint Rekordchampion
20.05.07
Mit dem Sieg beim Finale der Jetsprint Meisterschaft 2007 in Featherston sicherte sich das Jetsprint Ass Peter Caughey seinen insgesamt fünften Meistertitel. Damit holte sich der Champion den vierten NZ Titel in Folge. Keine schlechte Leistung in dem Land, in dem die Jetsprintrennen sozusagen erfunden worden sind.
Erik Hoeksema verunfallte beim Finale
Das Jetsprintrennen keineswegs einfach und ungefährlich sind, das musste Erik Hoeksema beim Finale schmerzlich feststellen. Sich mit einem kleinen, 500kg schweren Boot, angetrieben von über 1000PS, auf engen und flachen Gräben zu bewegen und dabei Beschleunigungen von unter drei Sekunden bis zur Höchstgeschwindigkeit von 130km/h vollkommen ohne Bremsen zu beherrschen ist mehr als schwierig. Ein kleiner Fehler, menschlich oder technisch bedingt, reicht dabei aus um mit dem Feuer zu spielen. Erik Hoeksema´s Boote sind bekannt für ihren puren Leistungsaustoß und kombiniert mit seinem Fahrstil bieten sie immer eine gute Show.
Allerdings ließ in beim Finale in Featherston die Technik im Stich. „Erik katapultierte sich gerade die Gerade hinunter, als sein Motor plötzlich ausging. Ohne Wasserstrahl kann man ein Jetsprintboot weder lenken, noch bremsen. Er schlug also ungebremst auf die erste Insel auf, stieg in die Luft, kracht auf die nächste Insel und rollte darüber bis in das Wasserbecken, wo wir die Startvorbereitungen trafen,“ sagte Peter Caughey. „Wir lagen bereits dort und machten uns für unseren nächsten Lauf bereit. Meine Crew rannte gleich zu dem kopfüber liegenden Boot von Erik und leistete Hilfe. Während Navigator Andy Dahl sich selber befreien konnte, klemmte sich der Helm von Erik ein und er blieb eine ganze Zeit unter Wasser gefangen.“ Erik Hoeksema wurde ins Krankenhaus gebracht und dort mit dem Verdacht einer Rückenverletzung untersucht. „Erik hatte bereits einige schwere Unfälle in der Vergangenheit,“ meinte Caughey. „Aber jedes Mal kam er glimpflich davon und kehrte schnell zurück. Wir könnten uns schon darauf freuen, ihn in der nächsten Saison wieder fahren zu sehen.“
Sprintec Boot bot durch weniger Gewicht Vorteile
Das Risiko lauert bei Rennen mit diesen hochgezüchteten Jetsprintbooten überall und man kann nicht einfach aufgeben, nur weil ein Rivale gerade verunfallt ist. Peter Caughey ist davon überzeugt, dass er auf dem Track in Featherston mit seinem Boot einen Vorteil hatte, denn es ist um einiges leichter als die der Konkurrenz. „Das ist einer der technischen Kurse und man muß seinen Schwung mitnehmen. Unser Sprintec Boot liegt satter und besser, je härter man damit fährt. Wir haben gesehen, das wir auf dem Kurs an Stellen, wo die schwereren und stärkeren Boote in den engen Kehren Schwierigkeiten bekommen haben, schneller herangehen konnten,“ erklärte Caughey.
„Wir konnten durch richtige Trimmung eine gute halbe Sekunde pro Runde gutmachen und so langsam aber sicher an das Optimum herankommen. Dabei blieben wir konzentriert und hörten nicht auf, auch wenn wir ein oder zwei Sekunden auf die anderen gutgemacht hatten.“ Ein Erfolgsrezept wie sich zeigte. Caughey legte mit einer 45,97 Sek. die Bestzeit auf den Kurs von Featherston und holte sich den Sieg und den Titel in der Beaurepairs Superboat Championship 2007. Enttäuschung zeigte der zweitplatzierte Daryl Hutton. Er fuhr während der Qualifikationsrunden eine 49,52 Sek. und verlor dann im Finale gegen Caughey mit einer 51,65 Sek. recht hoch. Während Caughey sich mit dem Sieg seinen fünften Titel sicherte, war es für seinen Navigatorin Karen Marshall der dritte Titel in Folge. „Wir hatten in Featherston gleich drei neue Fahrer in der Klasse und das hat uns richtig ermutigt. Darunter auch Duncan Wilson, der von der Group A aufgestiegen war und sich den 640ci BigBlock von Ian Easton gekauft hatte,“ meinte Caughey zur Motivation im Rennen.“
Gesamtpaket ausschlaggebend für den Titelgewinn
Es war eine lange Saison für alle Teams. Caughey dankte besonders seinem Team für den Gewinn des fünften NZ Titels. „Große Anstrengungen, viel Vorbereitung und ein fantastisches Team und ein tolles Sprintec Boot. Alles funktionierte hervorragend. Der Motor, der Jetantrieb und natürlich die Crew. Ein gutes Boot zu bauen ist eine Sache, es zu Tunen und weiterzuentwickeln eine andere. Dabei haben mir alle geholfen.“ so Caughey. Als nächstes steht für den alten und neuen Champion Caughey eine Rennpause an. Erst in gut sechs Monaten geht es mit dem Auftakt zur neuen Saison wieder rund.
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