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Das AUS für den deutschen Formel 1 Lauf in Stralsund
16.02.04
Trotz aller Bemühungen der Stadt Stralsund und dem F1 WM Promoters Nicolo San Germano fand sich kein “Retter”.
 Nach 3 recht erfolgreichen Jahren in Stralsund, jedes Mal mit mehreren Zehntausend Zuschauern, muß die F1 Truppe nun auf den Gastauftritt im Norden Deutschlands verzichten. Insgesamt waren knapp 82.000 Euro im städtischen Haushalt für besondere Anlässe beantragt, darunter 20.000,- Euro für die Feier zur Rathauseröffnung und 40 500 Euro für die Ausrichtung des diesjährigen Powerboatrennens.
Geld für Kirchen
Doch auf Antrag der CDU wurde nun das Geld per Bürgerschaftsbeschluss umverteilt und kommt den Kirchengemeinden St. Marien und St. Nikolai zugute. Dadurch ist es möglich, die beiden Kirchen, die sonst mit wesentlich weniger Geld hätten auskommen müssen, mit jeweils 41 000 Euro zu unterstützen. In einem weiteren Beschluss hatte sich die CDU dafür eingesetzt, der Bedeutung der beiden Stadtkirchen besser gerecht zu werden, so dass die Haushaltsstelle künftig den Titel „Unesco-Weltkulturerbe“ trägt.
Veranstalter gesucht
Die Stadt machte sich daraufhin auf die Suche nach einem Veranstalter für das Powerboat-Rennen, der das finanzielle Risiko ohne Geld der Stadt tragen wolle. Als sportlicher Ausrichter der Veranstaltung stand der ADAC in den Startlöchern. Der Automobilclub hätte Sportwarte, Rennleiter und Helfer geschickt, hieß es. Allerdings wolle der ADAC nicht als Promoter auftreten und damit in die finanzielle Verantwortung genommen werden.
„Promoter ist die Stadt. Wir sind nicht mehr im Risiko. Alles, was Marketing und Finanzen betrifft, liegt in den Händen von Stralsund“, so Peter M. Lill vom ADAC in München. „Aber wenn das Rennen stattfindet, sind wir gern bereit, die sportliche Ausrichtung der Veranstaltung zu übernehmen“, unterstreicht er. „Wir bieten unsere Dienstleistung an. In den letzten Jahren haben wir gezeigt, dass wir in der Lage sind, ein solches Rennen nach den Regeln der U.I.M. durchzuführen, vom Kommissar bis zum Helfer in der Box“.
Da spricht der ADAC von Nachwuchsförderung und läßt ihn nach der Förderung alleine, weil anscheinend die Verantwortung zu groß wird. Nicht immer kann man sich in gemachte Betten legen, manchmal muß man auch uneigennützig eine Veranstaltung aufbauen, damit später etwas für jeden dabei rauskommt.
Am 13.02.02 fiel dann die endgültige Entscheidung: „Der für das letzte Wochenende im Juli 2004 geplante Lauf zur Weltmeisterschaft der Formel 1 für Powerboote muss aus organisatorischen Gründen abgesagt werden“, so die Mitteilung der Stralsunder Stadtverwaltung. Begründet wird die Absage damit, dass der Weltverband für Motorbootrennsport im Januar um eine Verlegung des einzigen Rennens in Deutschland in den Juni gebeten habe.
Quelle: Ostseezeitung
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