20. Aug. 2014

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© Robbie McNabb

NZ Champion gewinnt WM-Auftakt in den USA

Mit einem Sieg beim Auftakt zur SuperBoat Jetsprint Weltmeisterschaft in Missouri, USA, startete der neuseeländische Champion Peter Caughey in die Jagd nach einem weiteren Titel. Nach zwei Tagen mit Auspacken, Testen und Einstellen des von ParkerStore gesponsorten Sprintec Bootes überwanden Caughey und sein Team bei Temperaturen über 40° Celsius und 80 % Luftfeuchtigkeit den Jetlag und zeigten sich mit einem Sieg mehr als bereit für die WM. “Zu Beginn haben wir uns ein paar Sorgen über die Größe des Kurses gemacht,” so Caughey. „Aber er hat ein paar gute, knifflige Ecken und eine Reihe langer Geraden, die in schwierigen, engen Turns enden. Man kommt also mit ziemlich hoher Geschwindigkeit an, geht dann in eine 20° Kurve, gefolgt von einem 110° Turn. Das können nur die besten Boote mit Bravour meistern.“

Was er dabei nicht erwähnte ist, das sein Sprintec Boot auf den Geraden Geschwindigkeiten von 140km/h und mehr erreicht, es keine Bremsen hat und die Ecke bereits eine ganze Reihe von Booten in die Werkstatt verabschiedet hat. “Wir haben am Ende unsere Linie verbessern können und in den letzten drei Läufen waren wir ziemlich gut und auch sicher auf dem Kurs, wie man es erwarten kann. Ich würde den Fluß und die Geschwindigkeit mit der von dem Kurs in Meremere bei Auckland vergleichen. Mach etwas falsch und es wirft dich raus.” Auf dem Papier sah der Kurs so aus, als wenn er für die aufgeladenen Motoren vorteilhaft wäre, die Kompressor und Turbo V8´s, meinte Peter Caughey. „Leighton Minnell, Phonsy Mullan und Greame Hill hätten auf dem Kurs eine große Bedrohung für uns werden können. Sie können auf mehr Leistung als wir bauen. Jetzt mit einem Sieg aus dem Auftakt zu gehen, ist schon richtig ermutigend.“

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Mit harter Arbeit zum verdienten Sieg

Den Sieg schreibt Caughey der harten Arbeit seines Teams zu. „Wir haben die Jetunit auseinandergebaut, verschiedene Impeller und Trimmkombinationen ausprobiert, Kraftstoffmischungen getestet und wir haben das Barometer und die Wetterbedingungen in der Gegend über mehr als zwei Monate beobachtet. In all dieser Zeit gab es in den letzten drei Tagen den ungünstigsten Luftdruck. Diese Schwankungen im Luftdruck beeinflußen unseren Motor enorm. Während die Turbomotoren ihren eigenen Druck aufbauen, müssen wir bei unserem Saugmotor damit arbeiten. Aber das tolle Handling meines Sprintec Bootes macht vieles wett. Zum Glück für das ParkerStore Team gab es vier, wenn nicht sogar fünf Kurven, in denen man herausfliegen konnte. Fünf Kurven, wo sich die Fahrer mit heftigen Unfällen verabschiedeten oder viel Zeit verloren, darunter auch Boote, die sich sehr gut fahren lassen. Unser Sprintec Boot lief während der ganzen Veranstaltung sehr gut.“ Im Endspurt schafften es die Amerikaner und Kanadier nicht in die Top-5 und Peter Caughey holte sich mit einer Zeit von 43,03sek. den Sieg, gefolgt von Greg Mercier, der es auf eine 45,32sek. brachte, und dem Australier Phonsy Mullan, dessen Motor Probleme machte und er mit einer 49,58sek. nicht über Platz drei hinauskam. Für Mullan eine Enttäuschung, da seine schnellste Zeit des Tages bei 43,9sek. lag. Die Kiwis Graeme Hill und Daryll Hutton kamen auf die Plätze vier und fünf.

„Das ist ein tolles Ergebnis für unseren neuen Sponsor ParkerStore,“ so Peter Caughey. “Und besonders, da es das erste Mal war, das ich mit einer neuen Navigatorin gefahren bin. Shama Putaranui hat eine großartige Arbeit geleistet, wenn man bedenkt dass sie auf diesem Level zum ersten Mal fährt und einem großen Druck ausgesetzt war. Sie hat bei unserem ersten Trainingslauf einen Fehler gemacht, wir haben beide denselben Fehler gemacht und merkten das gleichzeitig. Sie hat in jedem Lauf unheimlich viel Mühen hineingesteckt. Es kann schwierig werden, wenn man die Dynamik eines Teams ändert, aber unsere reguläre Navigatorin konnte nicht. Alles in Allem realisiere ich jetzt, wie glücklich ich mich schätzen kann. Es sieht so aus, als wenn die beiden besten Navigatorinnen Neuseelands, womöglich sogar der Welt, für uns arbeiten.“ Nach einer kurzen Pause geht es für das ParkerStore Team nun weiter in Richtung Lebanon im Bundesstaat Oregon. Dort geht es dann in die Vorbereitungen für den zweiten Lauf der WM in zwei Wochen.

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