16. Sept. 2013

Klassenvielfalt zum Saisonfinale

Nach der langen Sommerpause zündet der Deutsche Motoryacht Verband (DMYV e.V.) zum Saisonfinale noch ein wahres Feuerwerk der Klassen. Den Beginn macht dabei das 20. Int. ADAC/DMYV Motorbootrennen vom 28. - 29. September auf der traditionsreichen Regattastrecke an der Dahme in Berlin - Grünau. Hier geht es für die V-Rumpf Boote der GT-30 Kategorie und die Katamarane der Formel 500 um die Entscheidung in der Weltmeisterschaft. Bei den bis zu 140PS starken und über 150km/h schnellen Dreipunktern der Formel R1000 geht es in Berlin-Grünau um den Ausgang der Europameisterschaft. Ebenfalls mit am Start sind die Teilnehmer der ADAC Motorboot Masters und des ADAC Motorboot Cup, für die dann die Saison eine Woche später am 05. Oktober beim 1. Motorbootrennen im nordrhein-westfälischen Düren ebenfalls endet.

Die GT-30 und die Formel R1000 und 500 sind die "Stars" in Berlin-Grünau

Die GT-30 Klasse wurde in den vergangenen Jahren von Fahrern aus Skandinavien und Osteuropa dominiert. Bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land möchte nun auch DMYV Pilot Tobias Komm ein Wörtchen mitreden. Komm, mehrfacher Welt- und Europameister in der Formula Future und Deutscher Meister in den Klassen MS11 und T-550, kennt seine 30PS starke "Dreikantfeile" aus dem Eff-Eff und hofft in Berlin darauf, den amtierenden Weltmeister Anton Wigarthson aus Schweden abzulösen und den Titel nach Deutschland holen zu können. Größte Aufmerksamkeit in Berlin erhalten sicherlich die Dreipunkter der Formel R1000. Hier geht es um das Finale der Europameisterschaft. Als Spitzenreiter kommt Patrick Zdralek an die Dahme. Doch noch haben insgesamt sechs Fahrer die Möglichkeit den begehrten Titel abzuräumen. Hinter Zdralek liegen vor allem Udo Kaschube, Andreas Lodahl und der frischgebackene Deutsche Meister Peter Heibuch noch in Reichweite zur EM-Krone. Gerade einmal fünf Punkte Vorsprung hat Zdralek vor dem drängelnden Trio, das innerhalb eines Abstandes von drei Punkten liegt. Ebenfalls ins Finale geht es für die Formel 500. Nach fünf Läufen führt hier der für Österreich startende Attila Havas die Weltmeisterschaftwertung mit einem Punkt Vorsprung vor dem Ungarn Robert Hencz an. Mit weiteren drei Punkten Rückstand folgt der Slowake Marian Jung auf Platz drei. Der einzige DMYV-Fahrer im Feld, Holger Kluge, erhofft sich bei seinem Heim Grand Prix noch den Sprung in die Top-Six der WM-Wertung.

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Noch zwei Rennen für die Katamarane der ADAC Serien

In den Endspurt geht es auch für die Fahrer im ADAC Motorboot Cup und den ADAC Motorboot Masters. Während es für die meisten DMYV - Piloten nach dem Rennen in Berlin-Grünau in die verdiente Winterpause geht, müssen die Teilnehmer des ADAC Motorboot Cup und der ADAC Motorboot Masters eine Woche später noch ein weiteres Mal an den Start gehen. Für sie geht es noch am 05. Oktober 2013 beim 1. Motorbootrennen Dürener Badesee in Düren ins Finale. Eng geht des dabei im ADAC Motorboot Cup zu. Hier mußte Tabellenführer Kevin Köpcke beim letzten Lauf in Kriebstein einiges von seinem Punktepolster an Titelverteidiger Kim Lauscher abgeben. Lauscher ist sich dabei sicher: "Wenn es in Berlin so gut läuft wie in Kriebstein, dann habe ich die Führung wieder". Aber auch Neueinsteiger Maximilian Stilz sammelte in Kriebstein mit seinem ersten Sieg eifrig Punkte und festigte seinen dritten Platz in der Meisterschaft. Stilz sicherte sich zwischenzeitlich auch den Titel in der Deutschen Meisterschaft der Formula Future.

Während die 40PS starken Katamarane des ADAC Motorboot Cup ihre Sommerpause bereits Anfang August mit einem Rennen in Kriebstein verkürzten, nutzen einige Fahrer der ADAC Motorboot Masters ihre seit Ende Juni rennfreie Zeit um an der Formel 4S Welt- und Europameisterschaft oder der im Rahmenprogramm der UIM F1 H2o Serie stattfindenden Eurofin Trophy 2013 teilzunehmen. So fährt Vorjahressieger und Lokalmatador Mike Szymura für das portugiesische Atlantik Team in der Eurofin Trophy und konnte dort beim zweiten Lauf in der Ukraine die Führung übernehmen. In der Masters - Wertung liegt er nach seinem Patzer beim letzten Rennen in Lorch, wo er eine Boje überfuhr und disqualifiziert wurde, auf Platz zwei hinter dem Litauer Edgaras Riabko. Wie Szymura war Riabko ebenfalls in der Sommerpause aktiv und brachte es in der Formel 4S WM auf einen dritten Platz. Dort konnte als einziger DMYV Fahrer auch der in den Masters drittplatzierte Uwe Brettschneider punkten und die WM in den Top-Six beenden. Damit wächst der Druck auf Lokalmatador Szymura, der in der Woche zwischen den Rennen in Berlin und Düren noch einen Lauf zur Eurofin Trophy im chinesischen Liuzhou bestreiten wird. "Das wird alles sehr stressig," so Szymura. "Aber ich werde es ruhig angehen lassen. Es wird in diesem Jahr schwer werden den Masters - Titel zu holen. Lorch hat uns einiges gekostet und Riabko ist sehr schnell. Ich kann es aber kaum erwarten in Berlin zu fahren. Es war im vergangenen Jahr fantastisch dort zu gewinnen und alle von der Familie und Freunde sind wieder dort. Es wird sehr spannend werden."