21. Nov. 2012

32ste Auflage der Key West WM war international

Die 32nd Key West World Championships der Super Boat International SBI Serie entwickelten sich Anfang November zu einer „echten“ Weltmeisterschaft. So gewannen Sheik Hassan bin Jabor Al-Thani und Throttleman Steve Curtis mit ihrer „Spirit of Qatar“ die größte und schnellste Klasse, die Superboat Unlimited. In der neuen Superboat Klasse machten die Australier Ross Willaton und Peter McGrath das Rennen in ihrer „Maritimo“. Dabei erwies sich besonders die neu zusammengestellte Superboat Klasse als ziemlich erfolgreich. Die neue Klasse wurde von SBI Gründer John Carbonell erdacht und in diesem Jahr bei den Bemühungen, die verschiedenen Klassen zusammenzulegen um zu größerem Wettkampf zu ermutigen, entwickelt. Das erwies als sehr erfolgreich. “Diese neue Superboat Klasse scheint gut angekommen zu sein. Wir waren in der Lage drei Klassen in einer zusammenzulegen, haben aber noch einiges zu tun. Die Teams in der Klasse haben sich finanziell engagiert um zu sehen ob es funktioniert und haben ein aufrichtiges Interesse das sich die Klasse entwickelt,“ so Carbonell.

„Im nächsten Jahr werden wir uns über noch mehr Boote in dieser Klasse freuen können. Ich bin mit damit sehr zufrieden, wie der WM Event auf die Beine gestellt wurde und der fabelhaften Anzahl von Booten und Fans.“ Bei der Fahrerbesprechung am Sonntagmorgen vor dem letzten Rennen hatte Carbonell noch zitiert „“The Wall“ – Die Mauer ist zurück“. Für einige Fahrer bedeutete das eine Herausforderung, bei anderen sorgte es für Angst und bei einigen wenigen bedeutete es gar nichts. “The Wall” ist bei den Rennfahrer als durchgehende, große Welle bekannt, die zwischen den Turns 1 und 2 auftaucht. Sie erreicht Höhen von bis zu zweieinhalb Metern. In den vergangenen Jahren gab es Bedingungen, wie sie diesmal vorherrschen nicht. Die Fahrer der Boote in allen Größen mußten den Turn nehmen und mit den schweren Bedingungen klar kommen. Es war danach offensichtlich, dass die Crews von den beständigen Schlägen gegen ihre Ausrüstung völlig fertig waren und es der Zoll war, den es forderte um das Rennen zu beenden.

WM-Titel für die “Spirit of Qatar” und “Instigator”

Nach viel Arbeit an dem Boot in den ersten paar Tagen mit Rennen und Testfahrten war das „Spirit of Qatar“ Team diesmal in der Lage die „Gasse“ hinter sich zu lassen und den Sieg in der Superboat Unlimited Klasse einzufahren. Dabei war die große, rote „Gasse“ als Führende in den Sonntag gegangen. Zuvor hatte das Team beide Maschinen austauschen müssen, nachdem ein gebrochener Kühlwassereintritt während des Freitagsrennens für einen Wassereinbruch im Maschinenraum gesorgt hatte. Beim Rennen am Sonntag versagten dann bereits in der Anfangsphase des Rennens die Hydraulikleitungen der Steuerung ihren Dienst und die „Gasse“ war nicht mehr in der Lage die „Spirit of Qatar“ aufzuhalten.

Eine tolle Show bot Peter Meyer vom Team Instigator. Meyer war von ganz hinten in das finale Rennen gestartet und hatte sich dann durch das Feld nach vorne gearbeitet. Am Ende stand er dann als Sieger fest und konnten sich über seinen fünften WM-Titel in Folge freuen. Gerüchten zufolge will Meyer nun nach 30 Jahren im Rennsport aufhören. “Ich könnte mit meiner Rennkarriere nicht zufriedener sein als heute. Ich bin so glücklich, dass ich in der Lage war zurückzukommen und zu gewinnen. Ich habe meine Gashebel nie zurückgenommen und war fest entschlossen, entweder zu Siegen oder meine Maschinen zum Platzen zu bringen. Glücklicherweise blieben Boot und Motoren ganz. Ich bin meinem Team so dankbar und dafür, dass wir in der Lage waren das zu erreichen. Was meine Zukunft angeht – da fragt mich nächstes Jahr,“ lachte Meyer.

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“Maritimo” Team gewann die neue Superboat Klasse

In der neuen Superboat Klasse ging das Team “Stihl” nach zwei Siegen an der Spitze der Wertung in das Sonntagsrennen. Doch das australische „Maritimo“ Team stahl ihnen schnell die Show. Die Crew aus Down Under war mit einem neuen Motorenpaket angetreten und zeigte den Fans in Key West, wo der Hammer hängt. Der Katamaran in dem schicken weiß/blauen Design beeindruckte nicht nur die Fans, sondern auch die Konkurrenten. Unglaubliche Aktion gab es auch in der Superboat Extreme Klasse zu sehen, die zuvor aus drei anderen Klassen entstanden war. Die Fans genossen den Wettkampf in der Klasse mit den elf angetreten Booten. Die V-Rumpf Boote und Katamarane werden während der Rennen über GPS überwacht und dürfen eine Geschwindigkeit von 117 mph nicht überschreiten. Weitere WM-Titel gingen bei den 32nd Key West World Championships an das Team “Aqua Mania” in der Turbinen Klasse, die “Snowy Mountain Brewery” in der Superboat Vee Limited, die “Blacksand” in der Super Stock Klasse, das Team “Kilt” in der P-3 und die „Rum Runners” in der P-4 Kategorie.

Bei den vielen Champions bleibt wenig Zeit für die anderen Teams, die während der Race-Week ebenfalls großartige Leistungen abgeliefert haben. So waren zwei Damen mit am Start, die beiden Podiumsplatzierungen erringen konnten. Und auch Teams wie die „Tilted Kilt“, die die Probleme der vergangenen Jahre überwand und am Ende den begehrten Titel einheimsen konnte. Und es gab auch Teams, die das ganze Jahr toll gefahren sind, ihre Hoffnungen dann aber mit technischen Problemen aufgeben mussten. All das machen die Key West World Championships aus, den aufregendsten Rennevent des Jahres. Die Saison 2013 wird vom 17. – 19. Mai mit dem 4th Space Coast Super Grand Prix in Cocoa Beach, Florida, gestartet. Die nationale Meisterschaft wird sechs Veranstaltungen umfassen und das Jahr wird danach wie immer in den Weltmeisterschaften vom 03. – 10. November in Key West gipfeln.