14. Mai 2012

Thunder in Tauranga - Sponsored by Phil's Place

Mit einen wundervollen Wetter begrüßte Tauranga die Teams der NZ Offshore Powerboat Meisterschaft 2012 zu ihrem achten und damit finalen Rennen der Saison. Das Wetter kooperierte perfekt mit einem tollen Sonnenaufgang und lediglich während des Rennens zogen fotografenfreundliche Wolken am Himmel auf.
Das Saisonfinale birgt regelmäßig viel Aufregung, entscheidet sich hier nicht nur der Ausgang der Meisterschaft, sondern es ist auch die letzte Gelegenheit für die Piloten und Boote um zu zeigen, was in ihnen steckt bevor es in die lange Winterpause geht und die Wunden ausgeheilt und Schäden repariert werden können. Alle sind in Höchstform und auch diejenigen, die den Titel bereits in der Tasche haben geben noch einmal alles zum Saisonende. Der Instinkt zu siegen ist groß. Auch wenn vor dem Rennen alle sagen, das man es leicht angehen lassen wird. Wenn der Startschuß fällt, dann sind diese Vorsätze meist vergessen. Tauranga bildete da keine Ausnahme.

Warren Lewis und Andrew Koolen brauchten mit ihrer „Fairview“ lediglich eine Zielankunft um ihre Position als Champions in der Superboat Klasse zum zweiten Mal in Folge zu bestätigen. Kaum fiel die Startflagge schossen die beiden dann auch los in Richtung erste Wendemarke und lieferte sich ein tolles Rennen mit der „Schick Hydro“ und der „Fujitsu Better Heat“. An der Marke hatten dann Scott Lewis und Murray Tuffin in der „Schick Hydro“ die Nase um Millisekunden vorne und zogen an den beiden Championbooten vorbei in Führung. Doch am Ende der ersten Runde hatte die „Fairview“ die Ordnung wieder hergestellt und führte das Feld wie schon so oft in dieser Saison an. Tony Coleman und Chris Hanley in der „Fujitsu Better Heat“ ließen danach keinen Zweifel daran, dass sie der „Fairview“ keinen weiteren Sieg gönnen würden. Während sie nicht mehr in der Lage waren den Titel zu holen, wollten sie der „Fairview“ Crew aber noch einmal zeigen, was sie in der nächsten Saison erwartet.

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Fairview“ lieferte sich wieder tolles Duell mit der „Fujitsu Better Heat“

Die „Fairview“ und die „Fujitsu Better Heat“ hatten sich während der gesamten Saison einen harten Kampf geliefert und die „Fujitsu Better Heat“ konnte das Rennen in Auckland gewinnen und war bis zum Ende der Saison in der Lage, noch um den Titel kämpfen zu können. Wie erwartet war auch das letzte Rennen wieder extrem schnell und furios. Tony Coleman beschrieb es später als „Wie ein Gummiband“. Immer wenn die „Fujitsu Better Heat“ an die „Fairview“ herankam, zog diese wieder auf und davon. Jedesmal wenn die beiden Kontrahenten an der Timing in Höhe des Strandes vorbeikamen, zeigte sich bei jeder Runde nicht mehr als drei Sekunden Abstand zwischen ihnen. Das ging bis zur achten Runde so. Dann hob die „Fujitsu Better Heat“ an einer größeren Welle ab und landete hart auf der Seite. Tony Coleman erklärte, das sie danach gezwungen waren aufzugeben, denn die Lenkung wurde immer schlaffer und ihm und Chris wurde gewahr, das sie sich einen Schaden daran zugezogen hatten. Die „Fairview“ fuhr ihr Rennen weiter und gewann das 100 Meilen Rennen und etablierte sich mit dem Sieg als das Favoritenteam für die Saison 2012. Ohne Zweifel dürfen sie aber für 2013 auch einiges an Druck für die Titelverteidigung erwarten. Aber sie werden versuchen den bislang unerreichten Hattrick mit drei Titeln in Folge zu erreichen.

Unter den Tagesstartern war auch der Superboat Champion von 2010, die „Doosan“. Sie kam auf den dritten Platz hinter der „Fairview“ und der „Schick Hydro“ von Scott Lewis und Murray Tuffin, die sich nach einer fordernden Saison über ihren zweiten Platz freuen konnten. Bei den Superboat Lites bestätigten Tony Carson und Brooke Faulknor ihren Platz an der Spitze der Klasse und holten sich den unglaublichen achten Sieg in acht Rennen. Im 60 Meilen Rennen gab es wie gehabt einiges an Action zu sehen, da die meisten Teams ganz heiß darauf waren beim Finale gut abzuschneiden. Besonders fordernd war für einige der Boote das obere Ende des Kurses am Mt. Maunganui, wo es etliche dramatische Sprünge und Aufpraller auf den Wellen gab, während sich die Piloten mit den raueren Bedingungen in diesem Teil des Kurses herumquälten. Der Sieg in Tauranga und damit auch der Titelgewinn ging an Mikey Smith in der „Konica Minolta“. Er fuhr eine brilliante Saison und gewann die Sports60 Restricted Klasse 2012 mit einer konstanten Leistung und vier Siege, drei zweiten und einem dritten Platz. Namensvetter Mikey Knight war ebenfalls in Top-Form, konnte zwar nicht um den Sieg mitfahren, lieferte aber eine spektakuläre Leistung ab und erinnert die Zuschauer an seine Fähigkeiten und sein Können. Knight mußte zu Beginn der Saison zwei Ausfälle verbuchen und konnte die verlorenen Punkte später nicht mehr aufholen. Er mußte sich nicht nur beim Finalrennen sondern auch in der Meisterschaft mit dem zweiten Platz begnügen. Mit einem vierten Platz im Finale kam James Taylor in der „Total Oils“ am Ende der Saison noch auf den verbleibenden Podiumsplatz der Meisterschaft.

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Starter mit Tageslizenz machten das Rennen spannend

Früh aufgeben mußten Bob und Alex Smith in der “Triple Trouble”, nachdem sie schon beim Start des Rennens die Steuerung ihres Bootes verloren. Auch Jono Hanley kam in Schwierigkeiten nachdem er eine harte Landung hinlegte, die den Rumpf der “Energizer” beschädigte. Für Jono Hanley war es ein schwieriges Jahr, in dem er zahlreiche Motoren und Elektrik Probleme hatte. Doch nach dem Jahr konnte ihn das kleine Leck nicht davon abhalten das Rennen zu beenden. Mutig machte er weiter und absolvierte die erforderliche Rundenzahl, wohlwissend, das der Winter bevorsteht und er viel Zeit für die Reparatur zur Verfügung haben wird um alles wieder in Top-Form für die nächste Saison zu bringen.

Das Finale wurde durch einige Tagesstarter, darunter auch ehemalige Champion Boote, um einiges aufregender. Den Gesamtsieg im 60 Meilen Rennen holte sich die „Fish City“, der Gewinner der Classic Class 2011. Die „Gull Force 10“, ebenfalls bei den Classics unterwegs, kam auf den zweiten Platz im 60 Meilen Rennen. Mike Gerbic war beim Finale mit seinem Bruder Steve als Co. Pilot in seinem Batboat „Espresso Engineers“ unterwegs. Für Steve war es der erste Rennstart überhaupt und Mike hatte den Titel in der Super 60 Klasse bereits in Auckland sicher in der Tasche. So bestand für ihn kein Leistungsdruck und er beendete das Rennen relativ weit hinten im Feld. Die zusätzliche Strafzeit von zehn Minuten für das Auslassen einer Boje während des Rennens trug danach ebenfalls nicht zur Aufhellung seiner Miene bei. Dazu kam die Tatsache, das ein weiteres Batboat, die „Outboard Pro“, die als Tagesstarter unterwegs war, dann nach einem tollen Rennen auf dem dritten Platz landete und die Super60 Klasse gewinnen konnte. Für das Boot war es erst der zweite Renneinsatz und es bestehen keine Zweifel, dass die Crew begierig darauf ist im nächsten Jahr wieder zurückzukehren um mehr Erfahrung zu sammeln.