13. Nov. 2012

Coniston Records Week 2012

Wie in jedem Jahr zum Abschluß der Saison trafen sich auch 2012 wieder Powerboat Piloten aus allen Klassen, von der GT-15 über die H1 Unlimited bis hin zum reinrassigen Offshore Rennen der Marathon A Kategorie auf dem Coniston See in der britischen Cumbria Region. 33 Piloten aus Großbritannien, den USA und Deutschland traten vom 05. – 09. November in den unterschiedlichsten Rennnklassen an um neue Geschwindigkeitsrekorde über die Strecke von einem Kilometer aufzustellen. Dabei ging es bereits am ersten Tag hoch her und die ersten Rekorde purzelten. Der US-Amerikaner J.W. Myers ging erstmals mit seinem „U-11 Peters & May“ H1 Unlimited Hydroplane an den Start und legte mit 176,11mph eine neue Rekordmarke vor. Über einem neuen britischen und Weltrekord konnte sich Dean Gibbs mit der „Going Lean“ in der Marathon A Kategorie mit einer Geschwindigkeit von 115,80mph freuen.

Für dramatische Bilder am ersten Tag sorgte Chris Loney in der in der Clubman Catamaran Unlimited Klasse. Bei dem Versuch einen neuen Rekord mit seinem ehemaligen F1 Katamaran aufzustellen überschlug er sich bei Tempo 148 mph. Der 2,5l Mercury Außenborder riss dabei ab und blieb nur an den Kabeln am Rumpf hängen. Ein Funke entzündete dann eine aufgerissene Benzinleitung und das Boot ging schlagartig in Flammen auf. Es dauerte ein paar Minuten, bis die Feuerwehr das Feuer auf dem Wasser löschen konnte. Glücklicherweise wurde bei dem Unfall niemand verletzt. „Loney war auf einer Einführungsrunde,“ so ein Sprecher des Teams. „Es herrschte eine große Sicherheit. Aber bei einem Rekordversuch kann halt alles passieren.“

Ungünstige Wetterverhältnisse bremsten die Rekordjagd etwas ein

Am zweiten Tag ging es dann im selben Takt weiter und Vee Ganjavian setzte mit 104,65mph eine neue britische Rekordmarke in der BCC Unlimited Klasse. Dean Gibbs legte mit der „Going Lean“ in der Marathon A noch mal nach und erhöhte auf 117,49mph. Erst gegen Nachmittag sorgte das trübe Wetter für langsamere Zeiten. Insgesamt konnten über 45 Rekorde während der Coniston Speed Records Week 2012 gebrochen oder neu aufgestellt werden.

Darunter war mit Udo Schütte auch ein deutscher Pilot erfolgreich. Schütte ging in der FR-1000 Kategorie an den Start und setzte mit 112,60 mph die Meßlatte für zukünftige Rekorde in dieser Klasse um fast zehn mph höher. In der kleinsten Klasse, der GT-15 verbesserte der zwölfjährige Brite Ben Jelf seine eigene Marke von 43,11mph auf 44,41mph. „Wir sind alle sehr stolz auf uns als Team,“ so Jelf nach dem gelungenen Lauf. Das nächste Ziel für den bislang jüngsten Rekordhalter Großbritanniens sind nun die 45mph.

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