Harmsworth Trophy

 

Die History der British International Harmsworth Trophy

Die herrliche Trophy aus massiver Bronze wurde 1903 von Sir Alfred Harmsworth, in Auftrag gegeben und erstmalig verliehen. Die British International Harmsworth Trophy – gilt seitdem als Powerboat Gegenstück zum America´s Cup.

Mit der Feier zum 100. Geburtstag der Trophy 2003 ist sicher, das es wieder traditionelle Offshore – Monohulls aus Europa, Skandinavien, den USA und aus  Australien anziehen wird, die ganz besessen darauf sind, diesen einzigartigen Preis erringen.


Die Trophäe verbindet die Geschichte eines großen Preises mit der Ära der Design-Pioniere in der Powerboatentwicklung.

Sogar im ersten Jahr der Verleihung der Trophäe, als sich britische Powerboater am Royal Cork Yacht Club trafen, um auf einem 8.5-Meilen Kurs ein Rennen zu fahren, verschwimmt der tatsächliche Sieger geheimnisvoll. Den Namen des Eigners des siegreichen 75PS Napier Boots, Selwyn Francis Rand, findet man auf der Trophy eingeätzt. Aber einige Berichte erzählen davon, daß Campbell Muir am Ruder gestanden hat und es gibt auch Hinweise, das Dorothy Levitt , die spätere Geschwindigkeitsrekordhalterin, zweifellos mit an Bord war.

Die Harmsworth Trophäe kam schnell zu internationaler Berühmtheit als Frankreich und die USA in die Konkurrenz eintraten. 1904 wurde die Harmsworth Trophy vor der königlichen Yacht unter den wachsamen Augen des Königs und der Königin ausgetragen. Der Franzose Henri Brasier holte die Trophy nach Frankreich und richtete den Wettstreit 1905 aus. Mit einem lockeren Sieg von Lionel Rothschild und John Scott Montagu kam die Harmsworth zurück nach Großbritannien. Montagu konnte sie 1906 verteidigen. 1907 holte die rekordbrechende “Dixie” des Amerikaners Edward J. Schroeder die British International Harmsworth Trophy nach Amerika. Doch das währte nicht lange, denn die britishe T.O.M Sopwith holte die Trophäe zurück. Der Ausbruch des ersten Weltkrieges zwang zur Einstellung der Trophy.

Ein weiterer Teil in der außerordentlichen Geschichte der Trophäe, ist der Zeppelin Angriff auf das Enchantress, dem Sitz des Royal Motor Yacht Clubs und der Heimat der British International Harmsworth Trophy. Bei dem Angriff wurde alle Aufzeichnungen vorheriger Rekorde zerstört, aber wundersamerweise wurde an der Trophäe nur das hölzerne Schild beschädigt. 1920 wurde es dann von dem Amerikaner Gar Wood aus dem Mahagoni Holz seines Bootes “Miss America 1” wieder restauriert.

Gar Wood beherrschte während der zwanziger Jahre die Trophy und gewann beispiellose neun Mal. Allerdings wurde er durch die britischen Öl Millionärin Marion Barbara Carstairs unterstützt. In den folgenden Jahren konnten sich Kay Don und Hubert Scott-Paine in die Liste der Sieger eintragen, bis der zweite Weltkrieg die Austragung der Trophäe stoppte.

Später wurde die Harmsworth Trophy bei Offshore- und Circuitrennen ausgefahren. Sie wurde von Michael Doxford (GBR), Stefano Casiraghi (MON), Jonathon Jones (GBR), Billy Seebold (USA), Andreas Ove Ugland (NOR), Hannes Bohinc (AUT) und zuletzt von dem Italiener Roberto Buonomo gewonnen.
(Bild unten: die Classic 40 von R. Buonomo)

Bislang war die endgültige Heimat der Harmsworth noch nicht gefunden worden. Aber 2002 ging die Trophäe an Italien, der Nation, die das schnellste Endurance Boot in einer Serie stellte, in der Mensch und Maschine gegen den Ozean ankämpfen und wo die Innovationen von heute schon die Sportboote von morgen repräsentieren.

Der Earl of Normanton, Vorsitzender der Treuhänder und selber Rennfahrer, kommentierte die Wiederverleihung der berühmtestesten und ältesten Powerboat Trophäe: "Wenn man die Siegerurkunde der Harmsworth betrachtet, war es eine ideale Umgebung um Maschinen und Boote zu entwickeln und zu verbessern. Wir haben jetzt die ideale Heimat für dieses wunderbare Trophäe gefunden und sind überzeugt, daß sie ihren rechtmäßigen Platz als das blaue Band der Offshore Powerboats wieder einnimmt."

Seitenanfang

[Home] [Offshore 2002] [Offshore 2003] [Offshore 2004] [Offshore 2005] [Harmsworth]