Harmsworth Trohphy 2004

 

Schlechtwetter sorgte für Abbruch der Cowes Classics

Sieg für Italiens Powerboat Legende Fabio Buzzi

Die Cowes Classics sorgen wieder für Powerboating vom Feinsten

Die Cowes Classics sorgen wieder für Powerboating vom Feinsten

22.08.04

Es ist wieder soweit. Die besten Rennboote aus Großbritannien werden zusammen mit Teams aus der internationalen Szene in einem der größten Events im Powerboatkalender, den Cowes Classics, gegeneinander antreten. Vom 25.08. - 29.08. werden die Powerboats der verschiedenen Offshore Klassen wieder in Cowes um Punkte und Ehren fahren. Das Wochenende verspricht den Zuschauer spannenden und spektakulären Powerboatrennsport vom Feinsten, wenn unter anderem die größten Talente der britischen Meisterschaft um den Titel des RYA National Champion fahren werden.

Die Harmsworth Trophy macht den Auftakt
Die Wettpunkt ist amtierende Titelträger
Am Mittwoch, dem 25.08.04, startet gegen 11:00 Uhr mit dem ersten Lauf zur British International Harmsworth Trophy das Eröffnungsrennen der diesjährigen Cowes Classics. Insgesamt werden für diese historische Trophäe drei Läufe ausgetragen. Eine ganze Reihe von international erfolgreichen Booten werden zum Rennen um die begehrte Trophy antreten. Darunter der amtierenden Titelträger aus Österreich, Hannes Bohinc mit seiner „Wettpunkt.com“. Mit dem 1640PS starken Nicolini Boot soll das Team erneut die Trophäe einfahren. Hannes Bohinc wird allerdings nicht selber ans Steuer seiner „Wettpunkt.com“ gehen, sondern er überlässt es dem Gewinner der Trophäe 1994, dem Norweger Andreas Ugland.


Konkurrenz ist groß

Die „Premier Crew“ des Earl of Normanton ist ebenfalls wieder mit dabei. Im letzten Jahr mußte der Earl mit einem kapitalen Motorschaden aufgeben. Bis dahin lag er auf einem guten dritten Platz. Hoffnungen auf den Sieg macht sich auch die wohl erfahrendste Langstrecken-Crew im Feld, Peter Dregde und Ian Sanderson mit der Sunseeker „XS Racing Evolution“. Als Topfavoriten gehen allerdings Daniel Scioli und Fabio Buzzi mit der „Grand Argentina“ an den Start. Einzig ein mechanischer Defekt könnte das Team von einem der ersten Plätze abhalten.
Die Buzzi Bullet von Drew Langdon
Am Freitag, dem 27.08.04, werden die RYA F1 RiB´s das Feld der Harmsworth Trophy ergänzen, wenn um 11:00 Uhr der Startschuß zum traditionellen „Round the Island“ Rennen, bei dem die Isle of Wight zweimal umrundet wird, fällt. Für die Harmsworth Trophy ist es der zweite Wertungslauf. Im Anschluß besteht gegen 15:30 Uhr für das Publikum die Möglichkeit, die Siegerehrung im Rahmen der einmaligen Atmosphäre der Pits zu erleben.

Weitere heiße Anwärter auf die Harmsworth Trophy sind Drew Langdon und Jan Falkowski mit ihrer „Buzzi Bullet“ und die „Eraser“ von Andy Macateer. Beide Teams haben in diesem Jahr bereits in der Powerboat P1 Serie gute Leistung gezeigt. Hier die “Buzzi Bullet” beim P1 GP in Malta.

“Round the Island“ Rennen für alle

Weiter geht’s dann am Samstag, dem 28.08.04, wenn sich gegen 11:00 Uhr die Offshore Rennboote der Class III, die V24 One-Design Klasse und die nationale F2 RiB´s auf den Weg zur „Round the Island“ machen. Unmittelbar hinter ihnen startet eine Minute später das erste Basic Race des Wochenendes. Das Basic Rennen ist speziell für Anfänger im Powerboat Sport entwickelt worden. Es erlaubt den Teilnehmern sich mit ihren Sportbooten oder RiB´s, unter Beachtung der RYA Sicherheitsregeln, mit den Rennboote zu messen. Ein Basic Rennen bietet die Möglichkeit, in den Offshore Rennsport hineinzuschnuppern. Das ganze erfolgt natürlich in einem sicheren und erfahrenen Umfeld.

Rennsport schnuppern“ beim Basic Race

Die Basic Race versprechen durchaus keine Langeweile. Obgleich es keine Punkte für die National Championship gibt, sind es recht wilde Rennen, bei denen die Top Fahrer der einzelnen Klassen die Chance nutzten, sich mit den anderen zu messen. Während der National Meisterschaft ist das nicht möglich, da die Rennboote dort nach Größe und Maschinenleistung in die einzelnen Klassen unterteilt sind. John Puddifoot, der Racing Manager der RYA, meint: „Basic Racing ist sowohl für die Teilnehmer als auch für die Zuschauer spannend. Es ist eine großartige Sache für jedermann, der mit seinem Motorboot ausprobieren will, warum Motorsport so aufregend ist. Wenn man alle Boote, die normalerweise in getrennten Klassen fahren, gegeneinander antreten lässt dann sorgt das für spektakuläre Rennen. So starten Boote, die durchaus 70 mph erreichen können, mit kleineren Sportbooten. Dabei gibt jeder sein Bestes um zu gewinnen, so dass das Ergebnis nicht immer vorhersehbar ist.

Highlights am letzten Tag

Am letzten Tag, dem 29.08.04, starten die RYA F1 und F2 RiB´s um 11:00 Uhr zu ihren zweiten Rennen. Diesmal als Teilnehmer des legendären Cowes-Torquay-Cowes Rennen, das auch gleichzeitig als dritter Lauf zur Harmsworth Trophy gewertet wird. In der Klasse der F2 RiB´s führt die “Dragons Revenge” von John Puddifoot und Dave Field die Meute an. Konkurrenz erhält der RYA Racing Manager von Paul Williams in der „Windexe“ und der „Cardinal Sin“ von den Wilby´s.

Die Extremeboat auf dem Weg zum TitelAls erste Frau die Harmsworth Tropy?

Bei den F1 RiB´s werden die amtierenden Champions, Jackie Hunt und Mike Shelton, mit der 'Extremeboat.com', weiter daran arbeiten, ihre Meisterschaftsführung auszubauen. Zum ersten Mal nimmt das Team auch an der Harmsworth Trophy teil. Mit der bislang gezeigten Leistung gehören sie zu den Favoriten und Jackie Hunt könnte als erste Frau die begehrte Trophäe erringen. Die „Ocean Dragon“ von Martin Lai, könnte mit ihren beiden 520PS Maschinen allerdings einen Strich durch die Rechnung machen. Mit Martin Lai und seiner „Ocean Dragon“ startet auch erstmalig ein Boot für China zur Trophy.

Die ständig wachsende Popularität des Powerboatsports in Großbritannien liegt nicht zuletzt an der Spannung dieses extremen Sports. Für das begeisterte Publikum an Land sorgen Live Kommentare über Lautsprecher dafür, dass die richtige Stimmung aufkommt. Hinzu kommen zahlreiche Veranstaltungen in und um die Pits.

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Sieg für Italiens Powerboat Legende Fabio Buzzi

25.08.04
Nur Platz zwei für den amtierenden Titelträger WettpunktItaliens Powerboat Legende Fabio Buzzi gewann am Mittwoch, dem 25.08.04, das Auftaktrennen zur Harmsworth Trophy 2004. Zusammen mit Lord Beaverbrook, dem Sohn des Erfinders vom Cowes-Torquay Rennens, ließ Buzzi mit seiner „Gran Argentina“ das Feld weit hinter sich. Obwohl schlechtes Wetter und eine raue See vorhergesagt wurde, waren die Bedingungen am Renntag doch eher ruhiger und erlaubte dem Team die 66sm lange Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 76 mph zurückzulegen.




Kam trotz einheimischer Crew nur auf den zweiten Platz - die “Wettpunkt.com” des Österreichers Hannes Bohinc.

Speedlimits und Bandscheiben störten Siegesfeier

Aber es herrschte nicht nur eitel Sonnenschein. Die Siegercrew überschritt die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Hafenbereich von Cowes und kassierte neben einem Strafgeld auch eine gelbe Karte. Bei weiteren Verfehlungen während der Harmsworth Trophy würde eine Disqualifikation der „Gran Argentina“ drohen. Nicht genug, denn später bekam Lord Beaverbrook auf dem rauen Teil der Strecke Probleme mit seiner Bandscheibe und wird für die restlichen Rennen der Trophy nicht zur Verfügung stehen.

Titelverteidiger „Wettpunkt.com“ ohne Probleme auf Platz zwei

Der zweite Platz im Gesamtklassement ging an den amtierenden Titelträger der Harmsworth, den Österreicher Hannes Bohinc in der „Wettpunkt.com“. Nach dem Powerboat P1 Grand Prix in Brighton setzte er auch diesmal wieder auf die beiden Briten Miles Jennings und Ed Williams-Hawke als Crew. Die „Wettpunkt.com“ beendete das Rennen knapp 5 Minuten hinter der „Gran Argentina“. Sie fuhren bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 70mph ein störungsfreies Rennen. Die „Buzzi Bullet“ von Drew Langdon und Jan Falkowski belegte ebenfalls ohne Probleme den dritten Platz.
Die Eraser mußte als einziges Boot aufgeben
Pechvogel „Eraser II“

Nicht so glücklich waren Andy Macateer und seine Crew mit dem RiB „Eraser II“. Der Turbolader der Innenbord-Dieselmaschine gab in der Nähe von Hurst Castle den Geist auf und das Team musste aufgeben und beendete als einziges Boot nicht das Rennen.

Runde zwei der Harmsworth Trophy steht nun mit dem traditionellen „Round-the-island“ Rennen um die Isle of Wight für Freitag, den 27.08.04, auf dem Programm.


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Schlechtwetter sorgte für Abbruch der Cowes Classics

05.09.04

Es sollte so schön werden. Die Cowes Classics, wohl größte und spektakulärste Powerboatveranstaltung der Welt, sollte mit insgesamt fünf Rennen über 4 Tage wieder zu einem großartigen Ereignis werden. Doch das Wetter machte den knapp 90 Teilnehmern einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Ebenfalls davon betroffen, die im letzten Jahr wiederbelebte Harmsworth Trophy. In drei Rennen wollten zahlreiche internationale Top Teams dem bislang amtierenden Titelträger Hannes Bohinc die Trophäe abjagen. Doch es kam alles etwas anders als gedacht.

Die Gran Argentina hatte keine KonkurrenzDabei startete der Event vielversprechend am 25.08.04 mit dem ersten Rennen der insgesamt drei zur Harmsworth Trophy. Souverän gewann die italienische Powerboat Legende Fabio Buzzi und sein Co Lord Beaverbrook mit der „Gran Argentina“ die erste Runde vor der „Wettpunkt.com“ des Österreichers Hannes Bohinc.



Die Gran Argentina war auch als Sony in der Powerboat P1 Meisterschaft unterwegs

“Round-the-Island“ und „Cowes-Torquay-Cowes“ abgesagt

Am Freitag, dem 27.08.04 sollte dann mit zwei Runden „Round-the-Island“ der zweite Lauf zur Harmsworth Trophy ausgefahren werden. Doch hier spielte das Wetter nicht mit und das „Round-the-Island“ Rennen rund um die Isle of Wight wurde abgesagt. Doch nicht genug. Die Enttäuschung für die Powerboat-Teams verdoppelte sich noch. Am Sonntag wurde zum zweitenmal in der 43-jährigen Geschichte das legendäre Cowes-Torquay-Cowes Rennen aufgrund des schweren Wetters abgesagt. Gewinner der Absagen waren dann Fabio Buzzi und Lord Beaverbrook, denn die Punkte aus dem ersten Lauf wurden zur Vergabe der Harmsworth Trophy herangezogen. Die „Gran Argentina“ übernahm die Trophäe ohne echten Kampf von der „Wettpunkt.com“.

Einzig der Samstag bot eine zweite Chance für die Rennteams. Während die Läufe zur Harmsworth Trophy abgesagt wurden, konnten die vorgesehenen Rennen der Honda 4-Strokes, der Formula 2 RiB´s und das Basic Race durchgeführt wreden. Hinzu kam der Lauf zur V24 Championship, der verlegt werden konnte.

Konfusion bei den Honda 4-Strokes
Die BAR von Rob Lister - Foto Honda Racing UK
Während sich die V24 Teams in bewährter Zuverlässigkeit ein spannendes Rennen boten, kam bei den fünf Teilnehmern der Honda 150HP Klasse und den vier Startern in der Honda 225HP Klasse leichte Konfusion auf. Sie starteten gemeinsam im Basic Race und mussten nun entgegen der üblichen Multilap Kurse einmal um die Isle of Wight navigieren. Anscheinend waren die Teams angesichts der 59sm langen Umrundung etwas überfordert. Gleich sieben der Honda 4-Strokes wurden nach ausgelassenen Bojen disqualifiziert. Das Ziel sahen nur zwei Boote der 225HP Klasse. Den ersten Sieg mit dem Hondaboot überhaupt holten sich Rob Lister und William Nocker in der „BAR“, gefolgt von Shelley Jory in der „Raymarine“, die diesmal von ihrem Vater als Navigator unterstützt wurde.

F2 RiB´s ohne Schwierigkeiten

Bei den F2 Rib´s holten sich Paul Williams und Mark Sansom mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 63mph in der „Windexe“ den Sieg. Doch es reichte nicht damit in der RYA Meisterschaft die Klassenführung zu holen. Die behielten John Puddifoot und David Field in der „Dragons Revenge“. Puddifoot kam zwar mit 42 Sekunden Rückstand auf die „Windexe“ nur als Dritter über die Zielline, doch reichten die Punkte, um die Führung in der Meisterschaft vor der „Windexe“ zu behalten.

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