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Die „Maritimo“ ist das Maß der Dinge
01.06.04
Alle bisher aufkeimenden Hoffnungen, das Bill Barry-Cotter und Peter McGrath in der „Maritimo“ zu schlagen sind, wurden am letzten Wochenende in Botany Bay bei Sidney niedergeschmettert.
Lamborghini-Power über alles Während der bisherigen Rennen hatten die Searle Brüder mit ihrer „Acme“ immer wieder versucht, die „Maritimo“ zu schlagen. Besonders in Hobart und Newcastle sah es anfangs auch gut aus. In Botany Bay wiederholte sich das Spielchen. Doch jedes Mal wenn die blau/weiß/rote „Acme“ im Rückspiegel der „Maritimo“ auftauchte, drehten Bill Barry-Cotter und sein Co die Lamborghini´s weiter auf und gingen wieder in eine sichere Führung.
In Botany Bay bot sich wieder das gleiche Bild. Gleich nach dem Start zog die „Maritimo“ in Front, die „Acme“ dicht dahinter. Und während sich die „Maritimo“ langsam eine komfortable Führung ausbaute, sah es so aus, als wenn die Searle´s mit der „Acme“ in Schlagweite bleiben konnten und nur auf den richtigen Moment warteten. Doch die beiden V12 Lamborghini´s der „Maritimo“ erwiesen sich als wesentlich leistungsfähiger als die beiden V8 Sterling Maschinen der „Acme“.
Dauer-Abo auf Platz 2
Steve und Andrew Searle werden sich wohl vorerst mit ihrem Dauerabo auf Platz 2 zufrieden geben müssen. Für Botany Bay wurden der „Acme“ neue Propeller installiert. Der große Skater-Kat lieferte damit eine bessere Vorstellung in Sachen Handling und Laufruhe als bisher ab. 
Genauso wie die „Smorgon Steele“. Tony Low und Simon Isherwood zeigen bei jedem Rennen mit dem Alu-Kat eine bessere Performance. Für Botany Bay wurde die „Smorgon Steele“ um weitere 300kg abgespeckt. Das Gewicht wurde durch den Einsatz leichtere Antriebsgehäuse aus Aluminium und dem Entfernen einiger überflüssiger Pfunde im Bootsinneren gespart. Allerdings bereiten die beiden Maschinen dem Team noch etliche Sorgen. So will das Motorenmanagement noch nicht so recht funktionieren. Doch obwohl der „Smorgon Steele“ noch einiges fehlt um mit den beiden Top-Booten mitzuhalten, schlägt sie sich wacker.
Steht der Sieger bereits fest?
Bislang hat die „Maritimo“ jeden Lauf der Saison gewonnen. Wie auch immer, auch bei nur noch 2 verbleibenden Runden würde ein einziger Ausfall von Bill Barry-Cotter die „Acme“ wieder in eine gute Position bringen. Die akribische Vorbereitung und das erstklassige Material des Teams von Bill Barry-Cotter machen es schwer, jemanden anders als die „Maritimo“ als Gewinner der Club Marine Powerboat Series 2004 zu sehen.
Class 2 spannend wie gehabt
Tolle Rennbedingungen mit absolut flacher See sorgte bei strahlendem Sonnenschein für Top-Bedingungen in der Class II. Allen voran fuhr die „Global Racing“ ihr bestes Rennen der Saison. Der Eigner und Fahrer der „Global Racing“, Mark Gilbert, konnte allerdings an dem Sieg nicht teilhaben. Er konnte an dem Rennen in Botany Bay infolge einer Erkrankung nicht teilnehmen. Leigh Trevaskis verließ sich anstelle Gilberts auf Ross Willaton. Die beiden lieferten einen fehlerfreien Lauf mit der „Global Racing“. Willaton entwickelt sich im Moment zu einem „Rent-a-Driver“, fuhr er doch auch schon für Peter McGrath einige Rennen in der „Maritimo“ neben Bill Barry-Cotter.
Ebenfalls einen guten Lauf hatten Damian Palisi und Stuart Adam in der „Splits Fibreglass“. Der mit 3 Mercury´s ausgerüstete Kat hatte allerdings nicht die nötige Speed um mit der „Global“ mitzuhalten. Trotzdem, der 2. Platz ist eine tolle Leistung und die „Splits Fibreglass“ behält die Führung in der Klasse. Viel Courage zeigten Jason Boyd und Andrew Rudd mit der „Revetec“. Schon eine Woche nach ihrem spektakulären Überschlag in Newcastle legten die beiden wieder hemmungslos los. Ein Dritter Platz ist dafür eine schöne Belohnung.
Handlingprobleme mit Getriebetausch behoben
Bei der „Red Bellies“ wurden noch kurz vor dem Start die Getriebe getauscht. Damit drehten die Propeller der beiden 3.0 Liter Mercury´s des Alu-Kats, der ehemaligen „True Mettle“, nun in die entgegengesetzte Richtung. Teameigner Bruce Sanders erhoffte sich durch den Tausch ein besseres Handling des Bootes. Der Plan ging auf. Allerdings fehlt es noch an der nötigen Endgeschwindigkeit um mit der Spitze mithalten zu können.
Bei Chris Rosch und Karl Wall bleibt es bei der Pechsträhne. Die „Victory Marine“ erlitt einen Schaden an der mittleren Maschine. Umso schlimmer, da die „Victory Marine“ die Klasse über gut 6 Runden angeführt hatte. Team Eigner Chris Rosch konnte bis dahin Geschwindigkeiten von bis zu 160km/h auf dem GPS ablesen. Doch auch mit einer fehlenden Maschine ließen sich Rosch und Wall nicht beirren und humpelten auf Platz 4 über die Ziellinie.
Auch die „kleinen“ Klassen lieferten sich tolle Rennen
 In der Class 3 war das Duell zwischen der „Shifty“ und der „Spirit of the Mountain“ das Highlight. Allerdings musste sich Mike Beil schon vor dem Rennen eingestehen, das die ruhigen Bedingungen seiner schweren „Spirit of the Mountain“ wohl nicht liegen würden. Der schwarze Kat ist schwerer als die „Shifty“ und kann eher bei rauen Bedingungen seine Leistung zeigen. So waren die ruhigen Bedingungen wie geschaffen für die „Shifty“ von Paul Gibbs und Paul Fowlds. Nach einem engen Rennen gingen die beiden dann auch als erste über die Ziellinie.
In der National A setzte sich der Kampf der „Thycon“ von Anthony DeFina gegen die „Slick“ von Craig Purton weiter fort. Zwar konnte die „Thycon“ in Botany Bay einen weiteren Sieg einfahren, doch erst nach einem harten Duell mit der „Slick“ war der Weg frei.
Mit nur noch 2 verbleibenden Runden in Queensland nähert sich die Club Marine Serie dem Ende. Noch stehen die Sieger nicht wirklich fest, sieht man einmal von der Class 1 ab. Es bleibt also bis zum Ende spannend.
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